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Windows XP: Verkauf von Notebooks und PCs in Deutschland wieder stark

Hauptsächlich wegen des Supportendes für Windows XP ist der Absatz von Desktop-PCs und Notebooks in Deutschland 2014 wieder stark angestiegen. Im Vorjahr lag der Rückgang bei 10 Prozent.
/ Achim Sawall
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Windows XP (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
Windows XP Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de

Nach jahrelangem Rückgang ist die Nachfrage für Desktop-PCs und Notebooks in Deutschland wieder deutlich angestiegen. Das berichtet der IT-Branchenverband Bitkom heute(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf eine aktuelle Prognose des European Information Technology Observatory (EITO). Danach wird der Umsatz im Jahr 2014 voraussichtlich um rund 12 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro zulegen.

Im Vorjahr ging der Umsatz noch um 10 Prozent zurück. Bei Notebooks beträgt das Umsatzplus rund 11 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro, bei Desktop-PCs ist der Anstieg mit 12 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro noch etwas stärker. "Man sollte den PC-Markt nicht vorschnell abschreiben. Vor allem die Nachfrage bei Geschäftskunden hat in diesem Jahr deutlich angezogen" , sagte Bitkom-Präsident Dieter Kempf.

Ein wichtiger Grund für den gestiegenen Hardwareabsatz seien erzwungene Neukäufe nach dem Auslaufen des Supportzeitraums für das Microsoft-Betriebssystem Windows XP.

Nach aktuellen Studien nutzten immer noch viele Unternehmen und Anwender das veraltete Betriebssystem, erklärte Microsoft. So lag im August 2014 der Anteil von XP einer Zählung von Statcounter zufolge in Deutschland noch bei 7,14 Prozent, nach 16,86 Prozent im Oktober 2013.

Der weltweite Support für Windows XP endete vor rund einem halben Jahr. Von dem Zeitpunkt an mussten viele ältere Rechner abgebaut werden, obwohl ein alter Computer mit XP durchaus noch gut funktionieren kann. Innerhalb von nur fünf Jahren ist die Elektronikschrottmenge weltweit um ein Drittel gestiegen, berichtete die Uno. Vieles davon landet auf Müllhalden der Entwicklungsländer.


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