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Microsoft: Update und Antivirensoftware verlangsamen Windows

Diverse Antivirenhersteller berichten ein merkwürdiges Verhalten von Windows 7, 8.1 und älteren Serverversionen. Das neue April-Update verursache langsame Prozesse und fehlerhaftes Booten. Auch Windows 10 könnte betroffen sein.
/ Oliver Nickel
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Das neue Update macht Windows 7 langsamer. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de)
Das neue Update macht Windows 7 langsamer. Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de / CC0 1.0

Seit dem jüngsten Patchtag für ältere Windows-Betriebssysteme berichten mehrere Anwender von verlangsamten und eingefrorenen Prozessen und Fehlschlägen beim Booten. Das Problem: Die Update-Pakete treten mit Antivirensoftware in Konflikt. Betroffen sind Microsofts Betriebssysteme Windows 7, 8.1 sowie Windows Server 2012 und Server 2012 R2. Avast, Avira und Sophos gehören zu den Antivirenherstellern, die zuerst die Probleme bestätigten. "Wir konnten dieses Verhalten reproduzieren. Das passiert wegen des derzeitigen Windows-Updates", erklärte Avira(öffnet im neuen Fenster) in einem Blogpost.

Auch Microsoft scheint sich des Problems bewusst zu sein, wie das IT-Magazin Bleeping Computer(öffnet im neuen Fenster) berichtet. Das Unternehmen hat das Update für Besitzer von Sophos-Software deshalb vorerst unterbunden. Die Entwickler arbeiten derweil an einer Lösung. Es scheint allerdings, als würde der Updateprozess für Avira- und Avast-Nutzer nicht unterbrochen werden. Microsoft erwähnt beide Hersteller nicht einmal.

Eventuell auch Windows 10 betroffen

Avira selbst empfiehlt betroffenen Nutzern, das Updatepaket zu deinstallieren. Das ist unter Windows 7 in der Systemsteuerung möglich. Der Reiter Windows Update führt zum Installationsverlauf. Nutzer sollten nach den Paketen KB4493472 und KB4493448 Ausschau halten und diese deinstallieren. Es ist zudem ratsam, automatische Updates vorher auszuschalten.

Der Blog Borncity(öffnet im neuen Fenster) berichtet zudem von einem ähnlichen Verhalten bei Microsofts aktuellem Windows 10, was Microsoft bisher aber nicht bestätigte. Für Nutzer der aktuellen Version 1809 ist es das Patchpaket KB4493509. Aber auch ältere Versionen wie 1803 und 1709 sowie das kommende 1903 sind demnach betroffen. Auch dort ist eine Deinstallation der Updates sinnvoll.


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