Abo
  • IT-Karriere:

Microsoft: Unix-Diagnosewerkzeug Dtrace läuft auf Windows

Das von Sun für Solaris erstellte Werkzeug Dtrace läuft künftig auch auf Windows. Microsoft hat dafür das Werkzeug portiert und stellt seine Änderungen als Open Source bereit. Einen Teil des Kernel-Treibers legt das Unternehmen aber nicht offen.

Artikel veröffentlicht am ,
Microsoft hat Dtrace auf Windows portiert.
Microsoft hat Dtrace auf Windows portiert. (Bild: Web Summit/Flickr.com/CC-BY 2.0)

Die kommende Version von Microsofts Windows 10 wird das Diagnose- und Debugging-Werkzeug Dtrace unterstützen. Das Unternehmen hat in seinem Kernel-Internals-Forum nun sämtliche dazu notwendigen Werkzeuge, Binärdateien sowie ausführliche Hinweise zur Nutzung von Dtrace bereitgestellt. Getestet werden kann die Dtrace-Unterstützung mit dem aktuellen Insider Build 18342 von Windows 10.

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Sindelfingen
  2. Concordia Versicherungsgesellschaft a.G., Hannover

Ursprünglich ist Dtrace von Sun für Solaris entstanden und wie dieses auch unter der von Sun initiierten CDDL als Open Source veröffentlicht worden. Das Werkzeug wurde daraufhin vergleichsweise schnell in die freien Unix-Systeme FreeBSD und NetBSD integriert. Unter Linux gibt es mit eBPF inzwischen starke Konkurrenz für Dtrace. Der jetzige Code-Eigner Oracle hat das Werkzeug sogar unter der GPLv2 veröffentlicht und will dieses mit aktueller Technik auf Basis von eBPF neu umsetzen.

Microsoft setzt auf Originalcode

Mit Open Dtrace gibt es aber auch eine Initiative, die versucht, den Originalcode soweit es geht plattformübergreifend für andere Betriebssysteme aufzubereiten. Microsoft verwendet nun einen Windows-Port von Open Dtrace, so dass auch die Architektur weitgehend übernommen wurde.

Das heißt, es gibt das Kommandozeilenwerkzeug Dtrace, mit dem die Analyseanfragen aufbereitet werden. Ebenso können größere Dtrace-Skripte im User-Space kompiliert werden. Diese werden an den Kernel übergeben und dort von einer speziellen virtuellen Maschine (VM) ausgeführt. Den Windos-Kernel-Treiber mit der VM hat Microsoft als Open Source veröffentlicht. Der Traceext-Kernel-Treiber, der die eigentliche Funktion bereitstellt, die Dtrace benötigt, ist aber noch proprietär.

Weitere Details liefert die Ankündigung. Der Code zu Dtrace für Windows findet sich in einem eigenen Entwicklungszweig des Originalprojekts auf Github.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Folgen Sie uns
       


Smarte Wecker im Test

Wir haben die beiden smarten Wecker Echo Show 5 von Amazon und Smart Clock von Lenovo getestet. Das Amazon-Gerät läuft mit dem digitalen Assistanten Alexa, auf dem Lenovo-Gerät läuft der Google Assistant. Beide Geräte sind weit davon entfernt, smarte Wecker zu sein.

Smarte Wecker im Test Video aufrufen
Serielle Hybride: Unterschätzte Zwischenlösung oder längst überholt?
Serielle Hybride
Unterschätzte Zwischenlösung oder längst überholt?

Die reine E-Mobilität kommt nicht so schnell voran, wie es Klimaziele und Luftreinhaltepläne erfordern. Doch viele Fahrzeughersteller stellen derweil eine vergleichsweise simple Technologie auf die Räder, die für eine Zukunft ohne fossile Kraftstoffe Erkenntnisse liefern kann.
Von Mattias Schlenker

  1. ADAC Keyless-Go bietet Autofahrern keine Sicherheit
  2. Gesetzentwurf beschlossen Regierung verlängert Steuervorteile für Elektroautos
  3. Cabrio Renault R4 Plein Air als Elektro-Retroauto

Manipulierte Zustimmung: Datenschützer halten die meisten Cookie-Banner für illegal
Manipulierte Zustimmung
Datenschützer halten die meisten Cookie-Banner für illegal

Nur die wenigsten Cookie-Banner entsprechen den Vorschriften der DSGVO, wie eine Studie feststellt. Die Datenschutzbehörden halten sich mit Sanktionen aber noch zurück.
Ein Bericht von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Chrome & Privacy Google möchte uns in Zukunft anders tracken
  2. Tracking Google und Facebook tracken auch auf vielen Pornoseiten
  3. Android Apps kommen auch ohne Berechtigung an Trackingdaten

Ryzen 7 3800X im Test: Der schluckt zu viel
Ryzen 7 3800X im Test
"Der schluckt zu viel"

Minimal mehr Takt, vor allem aber ein höheres Power-Budget für gestiegene Frequenzen unter Last: Das war unsere Vorstellung vor dem Test des Ryzen 7 3800X. Doch die Achtkern-CPU überrascht negativ, weil AMD es beim günstigeren 3700X bereits ziemlich gut meinte.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Agesa 1003abba Microcode-Update taktet Ryzen 3000 um 50 MHz höher
  2. Agesa 1003abb Viele ältere Platinen erhalten aktuelles UEFI für Ryzen 3000
  3. Ryzen 5 3400G und Ryzen 3 3200G im Test Picasso passt

    •  /