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Microsoft und Gemalto: Windows 10 bekommt native eSIM-Unterstützung

Vermutlich im Laufe des Jahres 2017 wird Windows 10 in der Lage sein, ohne zusätzliche Werkzeuge mit eSIMs umgehen zu können. Die Geräte brauchen dann keine SIM-Karten mehr und die Konfiguration dieser Embedded SIM übernimmt der Netzbetreiber.

Artikel veröffentlicht am ,
Windows 10 braucht bald keine physischen SIM-Karten mehr.
Windows 10 braucht bald keine physischen SIM-Karten mehr. (Bild: Gemalto)

In Zukunft werden Windows-10-Geräte wohl seltener mit einem SIM-Karten-Schacht ausgeliefert. Wie Gemalto bekannt gab, arbeitet das niederländische Unternehmen, das im Bereich der SIM-Karten-Infrastruktur Spezialist ist, mit Microsoft an einer nativen Integration der Embedded SIM, kurz eSIM.

  • Die eSim auf dem iPad zusammen mit einer physischen SIM. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Auswahl der eSIM-Anbieter. (Screenshot: Golem.de)
  • Deutsche Telekom (Screenshot: Golem.de)
  • Gigsky (Screenshot: Golem.de)
  • Always Online. (Screenshot: Golem.de)
Die eSim auf dem iPad zusammen mit einer physischen SIM. (Screenshot: Golem.de)
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Statt SIM-Karten zu verschicken, kann ein Netzbetreiber die notwendigen Informationen einfach zum Gerät hin übertragen. Windows 10 kann diese SIM-Karten-Konfiguration dann direkt auswerten. Zusatzwerkzeuge dürften nicht mehr notwendig oder zumindest weniger komplex sein. Für den Anwender bedeutet das, dass die SIM-Karte gar nicht getauscht werden muss. In der Theorie heißt das, dass schnell zwischen Anbietern gewechselt werden könnte.

Wie flexibel ist die eSIM?

Noch gibt es aufgrund weniger eSIM-Geräte und mangelnder Erfahrungen einige potenzielle Probleme rund um die eSIM. Eigentlich ist sie sehr viel flexibler als die alte SIM-Karte. Vor allem im Ausland entfällt damit etwa der Gang zum Shop. Doch bei der Austauschbarkeit dieser virtuellen SIM gibt es andere Ansätze. Zumindest bei der Telekom hat sich im vergangenen Jahr herausgestellt, dass die mangelnde physische Austauschbarkeit auch zum Nachteil des Kunden verwendet werden kann. Bei der klassischen SIM-Karte kann diese dem Gerät einfach entnommen werden und so zwischen zwei Verträgen hin- und hergewechselt werden. Die virtuelle Telekom-SIM-Karte kann nur nach dem Ende der Laufzeit entfernt werden.

Ein einfacher Tausch der SIM-Karte im Ausland wird aber nicht verhindert, da sich wohl zusätzliche SIM-Karten-Profile laut der Telekom speichern lassen. Fraglich ist bisher, wie das unter Windows 10 aussehen wird und wie groß die Unterschiede zwischen Betriebssystemen sein werden. Ins Detail geht Gemalto bei seiner Ankündigung leider nicht. Bisher fehlt es aber auch noch an Praxiserfahrungen, da sich die eSIM in der Tendenz in sehr kleinen Geräten wie Wearables findet. Eines der wenigen großen Geräte ist das iPad Pro 9.7. Bei diesem Gerät konnten wir im Ausland unproblematisch eine eSIM hinzubuchen. In Deutschland sind die Netzbetreiber ebenfalls vorbereitet. Allerdings anscheinend noch nicht komplett. Die eSIM-Services von Vodafone und Telefónica zeigt unser iPad Pro nicht an, stattdessen sind hierzulande zwei andere Anbieter aufgeführt.

Die Implementierung in Windows 10 dürfte auf mehrere Produktkategorien Auswirkungen haben. Sowohl Tablets, Notebooks als auch Smartphones könnten in Zukunft unproblematisch mit eSIM-Profilen umgehen. Wann es soweit ist, sagt Gemalto nicht, verweist aber auf erste Geräte, die im zweiten Halbjahr 2017 erscheinen sollen. Da Microsoft noch ein zweites Windows-10-Update alias Redstone 3 plant, könnte es zum Jahresende soweit sein.



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Meisterqn 23. Feb 2017

Das ist soweit korrekt. Dann hoffe ich, dass die beteiligten Parteien es nicht...


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