Microsoft: Teams und Skype sollen zusammenarbeiten
Microsoft hat bekanntgegeben, dass ein Austausch zwischen Teams und Skype freigeschaltet wurde. In dem betreffenden Beitrag von Microsoft(öffnet im neuen Fenster) ist die Rede davon, dass die Funktion überall zur Verfügung stehe. Aber unterhalb des Beitrags gibt es einige Nutzer, die keine Verbindung zwischen Teams und Skype hinbekommen. Microsoft hat bereits reagiert und will das Ganze untersuchen.
Golem.de hat es mit verschiedenen Skype-Konten ebenfalls nicht geschafft, einen Austausch zwischen Teams und Skype hinzubekommen. Bereits seit über einer Woche können wir zwar in Teams Skype-Kontakte einbinden. Aber seitdem können wir weder Chat-Nachrichten austauschen noch einen Anruf führen. In den Admin-Einstellungen von Teams wurde die Skype-Kommunikation ohne jeden Hinweis aktiviert.
Wenn wir von Teams aus Chat-Nachrichten an einen Skype-Kontakt senden, scheint das zunächst zu gelingen. Aber nach knapp 15 Sekunden gibt es in Teams eine Fehlermeldung, dass die Nachricht nicht zugestellt werden konnte. Auch von Skype zu Teams kommen keine Chat-Nachrichten durch. Im Unterschied zu Teams gibt es hier aber keine Fehlermeldungen. Für den Skype-Nutzer sieht es so aus, als ob die Nachrichten angekommen seien.
Keine Anrufe zwischen Teams und Skype möglich
Auch Anrufe von Teams zu Skype werden nicht aufgebaut. Das gleiche gilt andersherum. In Teams gibt es nur den vagen Hinweis, dass keine Verbindung möglich sei. In Skype wird behauptet, der Teams-Kontakt sei nicht online, obwohl die Konten in Teams und Skype online sind.
Microsoft hatte auch den zweiten Termin für eine geplante Zusammenarbeit zwischen Teams und Skype nicht eingehalten. Zuletzt hatte das Software-Unternehmen vor, die Funktion im Mai 2020 bereitzustellen. Nun sollte es im Juni 2020 soweit sein und es wurde auch Vollzug gemeldet, aber so richtig funktioniert es eben noch nicht. Es ist derzeit nicht bekannt, wann die Funktion allgemein verfügbar sein wird.
Stiftung Warentest nennt Datenschutzbedenken
Die Stiftung Warentest veröffentlichte im Mai 2020 einen Test von Videokonferenzlösungen und wertete nahezu alle im Test enthaltenen Programme aufgrund von Datenschutzbedenken ab. Das betrifft auch Microsoft Teams und Skype. Nach Angaben von Stiftung Warentest gibt es "sehr deutliche Mängel" in den Datenschutzerklärungen der Programme. Die Texte der meisten Anbieter "lassen keine ernsthafte Befassung mit der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) erkennen".
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