Microsoft Teams erscheint Lehrern und Eltern bequem

Gerade jetzt in einer Pandemie, wo es schnell gehen muss, gehe es mit kommerzieller Software einfacher und effizienter, argumentieren die einen. Es ist aber einfach nicht erlaubt, entgegnen die anderen. Dahinter steckt ein Muster, das in vielen Digitaldebatten zu erkennen ist: Die einen wollen lieber schnell vorpreschen und irgendwann auf dem Weg ungeklärte Fragen lösen. Die anderen wollen lieber auf der sicheren Seite sein, auch wenn es dann vielleicht etwas länger dauert, bis die selbst entwickelten Lösungen reibungsfrei funktionieren.

Stellenmarkt
  1. DevOps Engineer/IT Tüftler (m/w/d)
    Linova Software GmbH, München
  2. Softwareentwickler (m/w/d)
    rocon Rohrbach EDV-Consulting GmbH, Stuttgart, Köln, Mainz, Frankfurt am Main
Detailsuche

Für viele Lehrerinnen und Lehrer erscheint es erst einmal pragmatisch, auf schlüsselfertige kommerzielle Lösungen wie Microsoft Teams zu setzen. Denn: Sie haben mit der Umstellung und Aufrechterhaltung des Unterrichts im Homeschooling inhaltlich schon genug zu tun - da soll die Technik für sie vor allem funktionieren und sich nicht so viel verstolpern.

Zahlreiche Eltern sehen das ähnlich. Kommerzielle Lösungen erfüllen das zunächst einmal: Sie sind ohne großen Schnickschnack rund um die Einrichtung sofort benutzbar, sehen mitunter schicker aus - und sind vielen Nutzerinnen und Nutzern vor allem aus dem Alltag schon so bekannt, dass sie ohne viel Einlernzeit intuitiv anwendbar sind.

Allerdings: Wer sich mit Lehrern unterhält, die für die Teams-Einführung an einer Schule zuständig sind, weiß, dass auch für gekaufte Software ausführliche Kollegiumsschulungen nötig sind - Weiterbildungen, die auf einen Schlag wertlos werden, wenn umgesteuert und auf irgendeine neue Softwarelösung gesetzt wird.

'Total wichtig, dass niemand die Arbeitsblätter der 2c klaut'

Golem Akademie
  1. Netzwerktechnik Kompaktkurs
    8.-12. November 2021, online
  2. Microsoft Teams effizient nutzen
    19. November 2021, online
  3. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
Weitere IT-Trainings

Manche Schule setzt darum längst mehrere Systeme ein. Michael Graf etwa, Realschulleiter in Niederbayern, lässt die landeseigene Cloud-Lösung Mebis und Microsoft Teams verwenden. "Man muss halt sehen, welche Software das leistet, was man braucht", sagt Graf. Er sieht das ganz pragmatisch: "Im Moment ist die Kommunikation untereinander das Wichtigste. Daher kommt Teams gerade im Distanzunterricht zunächst eine höhere Bedeutung zu."

Microsoft 365 Family | 6 Nutzer | Mehrere PCs/Macs, Tablets und mobile Geräte | 1 Jahresabonnement | Download Code

Allzu glücklich ist Graf mit dem Status quo selbst nicht, wie er sagt. Er weiß um die Datenschutzprobleme von Teams, sagt, er wolle sie "nicht kleinreden". Graf war selbst bis 2017 an der Entwicklung von Mebis beteiligt. Nur: "Irgendeine Lösung braucht es. Das denkbar Schlechteste wäre es, die Schülerinnen und Schüler die Konsequenzen der aktuellen Probleme tragen zu lassen."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Microsoft Teams an Schulen: Läuft bei unsIst Teams in der Schule DSGVO-konform? 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6.  


JörgLudwig 04. Mär 2021

Als Gründer von IServ kann ich nicht verstehen, warum ein reibungsloser Betrieb und...

samot-dwarf 04. Mär 2021

Die ganzen selbst oder von irgendwelchen 100-Mann-Firmen zusammengestrickten...

rcp48 04. Mär 2021

Oh ja das ist wie bei der Pisa wo war das gleich wieder wo sich die Eltern beschwert...

rcp48 04. Mär 2021

Ja das kann man. Auser man will halt einfach nicht. oder man hat schon wieder einen...

PaulePanter 04. Mär 2021

Lieber Autor, leider wird hier der falsche Begriff *kommerziell* verwendet, obwohl...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Google
Neues Pixel 6 kostet 650 Euro

Das Pixel 6 Pro mit Telekamera und schnellerem Display kostet ab 900 Euro. Google verbaut erstmals einen eigenen Prozessor.

Google: Neues Pixel 6 kostet 650 Euro
Artikel
  1. M1 Pro/Max: Dieses Apple Silicon ist gigantisch
    M1 Pro/Max
    Dieses Apple Silicon ist gigantisch

    Egal ob AMD-, Intel- oder Nvidia-Hardware: Mit dem M1 Pro und dem M1 Max schickt sich Apple an, die versammelte Konkurrenz zu düpieren.
    Eine Analyse von Marc Sauter

  2. Klimaforscher: Das Konzept der Klimaneutralität ist eine gefährliche Falle
    Klimaforscher
    Das Konzept der Klimaneutralität ist eine gefährliche Falle

    Mit der Entnahme von CO2 in den nächsten Jahrzehnten netto auf null Emissionen zu kommen, klingt nach einer guten Idee. Ist es aber nicht, sagen Klimaforscher.
    Von James Dyke, Robert Watson und Wolfgang Knorr

  3. Kalter Krieg 2.0?: Die Aufregung um Chinas angebliche Hyperschallwaffe
    Kalter Krieg 2.0?
    Die Aufregung um Chinas angebliche Hyperschallwaffe

    Die Volksrepublik China soll eine Hyperschallwaffe getestet haben. China dementiert die Vorwürfe aber und sagt, es wäre ein Raumschiff gewesen.
    Eine Analyse von Patrick Klapetz

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 16% auf SSDs & RAM von Adata & bis zu 30% auf Alternate • 3 Spiele für 49€: PC, PS5 uvm. • Switch OLED 369,99€ • 6 Blu-rays für 40€ • MSI 27" Curved WQHD 165Hz HDR 479€ • Chromebooks zu Bestpreisen • Alternate (u. a. Team Group PCIe-4.0-SSD 1TB 152,90€) [Werbung]
    •  /