Microsoft: Surface Pro X wird schneller und läuft länger

Das Tablet rechnet dank Snapdragon 8cx Gen2 alias Microsoft SQ2 flotter. Passend dazu erhält Windows 10 on ARM eine x86-Emulation für 64 Bit.

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Surface Pro X
Surface Pro X (Bild: Microsoft)

Microsoft hat einen Refresh des Surface Pro X angekündigt, welches trotz des gleichen Namens den Nachfolger des bisherigen ARM-basierten Detachables darstellt. Die neue Version nutzt den Snapdragon 8cx Gen2, den Microsoft modifiziert hat und als SQ2 bezeichnet. Neben einer höheren Geschwindigkeit soll das aktualisierte Surface Pro X eine längere Akkulaufzeit aufweisen.

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Die Eckdaten des Detachables bleiben gleich: Es misst 287 mm x 208 mm x 7,3 mm und nutzt ein 13-Zoll-Display im nützlichen 3:2-Format. Das unterstützt Touch- und Stift-Eingaben, es löst mit 2.880 x 1.920 Pixeln auf und leuchtet mit 450 Candela pro Quadratmeter. Als Anschlüsse verbaut Microsoft zwei USB-C-Ports mit Schnellladefunktion und Display-Output auf der linken Seite, eine 3.5-mm-Klinke fehlt.

SQ2 ersetzt SQ1

Neu ist der Snapdragon 8cx Gen2 alias Microsoft SQ2, wobei unklar bleibt, wie viel schneller der Chip verglichen zum Microsoft SQ1 als beschleunigter Snapdragon 8cx (Test) rechnet. Der CPU-Takt liegt mit 3,15 statt 3 GHz etwas höher, die Adreno 690 dürfte ebenfalls flotter takten als die Adreno 685. Offenbar steigt zudem die Effizienz, denn bei gleichem 38-Wattstunden-Akku soll die Laufzeit bei 15 Stunden statt 13 Stunden liegen.

Der Microsoft SQ2 integriert ein LTE-Modem, das Snapdragon X42. Ein entsprechender Nano-SIM-Slot ist vorhanden, so dass das Gerät autark mit dem Internet verbunden werden kann. WLAN nach Wi-Fi-5-Standard (802.11ac) und Bluetooth 5.0 sind ebenfalls vorhanden. Weiterhin gibt es eine 5-Megapixel-Front- und eine 10-Megapixel-Hauptkamera, zudem eine Infrarotkamera zur biometrischen Authentifizierung per Windows Hello. Hinzu kommen zwei Mikrofone.

Fast 2.000 Euro mit Tastatur und Stift

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Anders als beim bisherigen Surface Pro X verzichtet Microsoft auf Versionen mit 8 GByte-LPDDR4X-Arbeitsspeicher. Stattdessen wird das neue Detachable mit 16 GByte RAM und 256 GByte NVMe-SSD für rund 1.600 Euro ab 27. Oktober 2020 verkauft. Die Variante mit 512 GByte kostet knapp 2.000 Euro. Damit ist das Gerät noch ein bisschen teurer als der Vorgänger, dessen Preis stark kritisiert wurde. Da das Surface Pro X rein als Tablet verkauft wird, kommen noch fast 300 Euro für das Type Cover samt Stift dazu. Einzeln kosten beide jeweils 145 Euro.

Einer der Gründe für die Kritik am hohen Preis ist das Betriebssystem, also Windows 10 on ARM Home. Das kann nativ nur ARM32- und ARM64-Apps ausführen und muss x86 mit Leistungsverlust emulieren. Bisher klappte das einzig mit 32 Bit, ab November 2020 soll per Windows Insider Program auch die Emulation von 64-Bit-x86-Code möglich sein. Zudem plant Microsoft eine native ARM64-App von Teams, dem hauseigenen Messenger-Client. Gemeint ist damit wohl die Umsetzung per Electron-Framework, das mit der v6.0.8 für ARM64 ausgelegt wurde.

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