Microsoft Surface Pro 8 im Test: Wer schön sein will, muss leiden

Microsofts Surface Pro 8 bringt das gewünschte Designupdate. Es ist schneller und sieht sexy aus. Das kostet aber nicht nur viel Geld.

Ein Test von veröffentlicht am
Das Surface Pro 8 hat ein größeres Display und sieht schick aus.
Das Surface Pro 8 hat ein größeres Display und sieht schick aus. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Wir hätten es fast nicht gedacht, dass Microsoft das Surface Pro wirklich noch einmal mit einem völlig neuen Gehäuse ausstatten würde. Daher wurden wir umso mehr überrascht, als das Unternehmen dann doch das Surface Pro 8 zeigte - im dünneren Chassis und mit weniger Platz um das Display. Oben drauf gibt es einen neuen Eingabestift mit Vibrationsfeedback - den Surface Pen 2.

Inhalt:
  1. Microsoft Surface Pro 8 im Test: Wer schön sein will, muss leiden
  2. Den Stylus vom Surface Pro nicht mehr verlieren
  3. Schnell genug durch Tiger Lake
  4. Surface Pro 8 - Verfügbarkeit und Fazit

Hat das Redesign funktioniert? Wir finden: jein. Das Surface Pro 8 bringt die Surface-Reihe endlich wieder in die Moderne zurück, so wie es beim Surface Pro 3 im Jahr 2014 der Fall war. Das Gerät ist schneller, schicker und produktiver als die Vorgänger. Und dann wäre da noch das exzellente und helle Display mit 120 Hz Bildfrequenz.

Dafür müssen wir von einigen älteren Standards teils schmerzlichen Abschied nehmen. Auf Wiedersehen, USB-A und Micro-SD-Kartenleser! Zudem halten wir den Einstiegspreis des Surface Pro 8 für recht überzogen: 1.180 Euro kostet die Grundversion - und dort sind das Tastaturcover oder der Stift nicht mit inbegriffen.

CPUIntel Core i7-1185G7 (4C/8T, 35 Watt)
RAM16 GByte LPDDR4X-RAM (verlötet)
Massenspeicher256-GByte-NVME-SSD (Kioxia BG4A, M.2-2230, gesteckt)
GPUIntel Iris Xe (integriert)
Display13" (33 cm) IPS-Touchscreen (glare, 60/120 Hz, ~445 cd/m², 2,880 x 1.920 Pixel, 3:2)
Anschlüsse2x Thunderbolt 4 (USB-C), 1x 3,5-mm-Klinke, 1x Surface-Dock-Port, 1x Type-Cover-Anschluss
NetzwerkIntel AX201 (WI-Fi 6, 2x2, Bluetooth 5.2)
Maße287 x 208 x 9,3 mm, 891 Gramm (ohne Tastatur)
ZubehörMicrosoft Surface Pro X Type-Cover, Microsoft Slim Pen 2
OSWindows 11
Preis1.680 Euro (Testmuster) ohne Stift und Type-Cover
Surface Pro 8 - technische Daten

Den USB-A-Port, der im Jahr 2021 noch etwa für das Einstecken von Wechselmedien oder von Peripheriegeräten sinnvoll ist, ersetzt Microsoft durch einen weiteren USB-C-Anschluss. Das macht also zwei Thunderbolt-4-Buchsen, dafür keinen Micro-SD-Kartenleser mehr. Das ist schade, da wir von einem Gerät mit Pro im Namen auch Anschlüsse für Profis erwarten.

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Uns bleibt also nur die SSD im M.2-2230-Format, die zumindest manuell und relativ einfach ausgetauscht werden kann. Komischerweise finden wir hier noch immer eine 3,5-mm-Klinke vor, die bei mobilen Endgeräten oft weggelassen wird.

Vom Surface Pro X geerbt

Davon mal abgesehen ist das Surface Pro 8 ein wirklich schönes Gerät. Das Chassis ist vom ARM-Modell Surface Pro X inspiriert und entsprechend schlank gehalten. Microsoft verwendet ein Aluminiumgehäuse, das sich haptisch von der etwas raueren Magnesiumoberfläche der Vorgänger unterscheidet. Es misst 287 mm x 208 mm  9,3 mm. Interessanterweise ist das Surface Pro 7 mit 292 x 201 x 8.5 mm etwas dünner, dafür allerdings mit einem kleineren Panel versehen.

Deutlich wird das, wenn wir auf die Vorderseite schauen: Die seitlichen Ränder des Surface Pro 8 sind sehr dünn. Die oberen und unteren Displayränder sind aber noch dick genug, damit das Tastaturcover nicht einen Teil des Windows-11-Desktops verdeckt und das Tablet ohne Fehleingaben in der Hand gehalten werden kann.

  • Surface Pro 8 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Type-Cover könnte auch ein größeres Trackpad vertragen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Surface Pro 8 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Type-Cover könnte auch ein größeres Trackpad vertragen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Surface Pro 8 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Stift passt in das Cover hinein und wird dort aufgeladen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Anschlüsse rechts (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Solider Klappständer (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Anschlüsse links (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Type Cover stammt vom Surface Pro X.
  • Surface Slim Pen 2 mit Vibrationsmotor
  • Surface Pro 8 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Kamera auf der Rückseite (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Magnetischer Surface-Dock-Anschluss auf der Unterseite (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Webcam an der Vorderseite (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Surface Pro 8 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die SSD ist leicht austauschbar. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Leistung in CS:GO (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Akkulaufzeit in PCMark 10 bei 120 Hz (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Akkulaufzeit in PCMark 10 bei 60 Hz (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Akkulaufzeit in Powermark bei 120 Hz (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Akkulaufzeit in Powermark bei 60 Hz (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Leistung in Cinebench R23 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • CPU-Takt unter Last (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • CPU-Temperatur unter Last (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • CPU-Powerbudget unter Last (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Geschwindigkeit der SSD (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Farbdiagramm bei DCI-P3 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Farbraumabdeckung und Delta E (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Surface Pro 8 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Nach dem Einschalten fällt uns direkt der noch einmal größere Bildschirm auf. Den hat Microsoft von 12,3 Zoll (31,2 cm) auf 13 Zoll (33 cm) vergrößert. Die Auflösung beträgt 2.880 x 1.920 Pixel. Das IPS-Panel setzt also auf das bei Surface-Geräten verbreitete 3:2-Format.

Microsoft Surface Pro 8, 13 Zoll 2-in-1 Tablet (Intel Core i5, 8GB RAM, 256GB SSD, Win 11 Home) Graphit

Helles Display

Uns überzeugt die maximale Helligkeit ebenfalls: Wir messen maximal 469 cd/m² Ausleuchtung. Aber auch über neun Messzonen verteilt ist die Helligkeit durchgehend sehr gut. Im Schnitt sind 445 cd/m² erreichbar.

Etwas ernüchternd ist die Farbabdeckung des Panels: Mit etwa 99,2 Prozent Abdeckung des SRGB-Farbraumes und vor allem Schwächen bei Grün- und Rottönen sollten wir hier keine Wacom-Qualität erwarten. Das dürfte die wenigsten Menschen stören.

  • Surface Pro 8 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Type-Cover könnte auch ein größeres Trackpad vertragen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Surface Pro 8 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Type-Cover könnte auch ein größeres Trackpad vertragen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Surface Pro 8 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Der Stift passt in das Cover hinein und wird dort aufgeladen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Anschlüsse rechts (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Solider Klappständer (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Anschlüsse links (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Type Cover stammt vom Surface Pro X.
  • Surface Slim Pen 2 mit Vibrationsmotor
  • Surface Pro 8 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Kamera auf der Rückseite (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Magnetischer Surface-Dock-Anschluss auf der Unterseite (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Webcam an der Vorderseite (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Surface Pro 8 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die SSD ist leicht austauschbar. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Leistung in CS:GO (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Akkulaufzeit in PCMark 10 bei 120 Hz (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Akkulaufzeit in PCMark 10 bei 60 Hz (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Akkulaufzeit in Powermark bei 120 Hz (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Akkulaufzeit in Powermark bei 60 Hz (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Leistung in Cinebench R23 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • CPU-Takt unter Last (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • CPU-Temperatur unter Last (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • CPU-Powerbudget unter Last (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Geschwindigkeit der SSD (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Farbdiagramm bei DCI-P3 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Farbraumabdeckung und Delta E (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Farbdiagramm bei DCI-P3 (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Das Surface Pro 8 ist mit Stift klar als Zeichengerät für Digital Art konzipiert. Skizzen und Hobbykunst sind hier locker machbar - dank des tollen neuen Slim Pen 2. Im Profibereich könnte das Pro 8 aber nicht ausreichen, wenn es um besonders genaue Farbwiedergabe geht.

Neu ist ein 120-Hz-Panel mit doppelter Bildfrequenz. Das hat Vorteile - und Nachteile, die nicht direkt offensichtlich sind.

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Den Stylus vom Surface Pro nicht mehr verlieren 
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sambache 03. Nov 2021 / Themenstart

Nein, die wirklich guten SD Cards (schnell, hophe Kapazität) gibt es nicht als MicroSD.

IstnurmeineMeinung 02. Nov 2021 / Themenstart

(was soll die Beleidigung? Weißt du von jedem Gerät noch aus dem Stehgreif, wann gekauft...

Smolo 02. Nov 2021 / Themenstart

Die haben schon immer 1200-1400 gekostet mit Type Cover als Quad mit 8GB und 256GB je...

christian_k 02. Nov 2021 / Themenstart

Ich empfinde bei meinem Surface Pro 4 die Latenz beim Zeichnen mit dem Stift als störend...

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