Abo
  • IT-Karriere:

Microsoft-Studie: PCs von großen Marken sind zuverlässiger

Microsoft hat die von Windows gesammelten Fehlerberichte von privat genutzten PCs ausgewertet. Die Ergebnisse widersprechen vielen Mythen von PC-Bastlern, so sind unter anderem Notebooks zuverlässiger als Desktop-PCs, und die Rechner großer Hersteller stürzen seltener ab.

Artikel veröffentlicht am ,
Windows protokolliert alle Fehler.
Windows protokolliert alle Fehler. (Bild: Nico Ernst/Golem.de)

Microsoft hat die Daten der automatisch übermittelten Fehlerberichte von rund einer Million privater PCs ausgewertet. Die Daten sind nach Angaben des Unternehmens die bisher umfangreichste Studie (PDF) zu hardwarebedingten Abstürzen von privat genutzten Computern.

Inhalt:
  1. Microsoft-Studie: PCs von großen Marken sind zuverlässiger
  2. Notebooks sind stabiler als Desktop-PCs

Die Autoren von Microsoft Research kommen dabei zu für eingefleischte Technikfans zum Teil überraschenden Ergebnissen. So haben sie festgestellt, dass PCs von Markenherstellern seltener von Prozessor, Hauptspeicher oder Massenspeicher bedingte Abstürze aufweisen.

Als Messwert dient dabei, wie bei allen Angaben der Untersuchung, die "total accumulated CPU time", kurz: Tact. Sie gibt an, wie lange ein Rechner insgesamt lief, bevor es zu einem Fehler kam. Dabei sehen die PCs von 20 Markenherstellern gegenüber dem restlichen Feld, als White-Box bezeichnet, recht gut aus.

  • Je schneller, desto fehleranfällig (Tabelle: Microsoft)
  • Von März bis Juni stürzte dieser PC nicht mehr ab (gelbe Ausrufezeichen) (Bild: Golem.de)
  • Marken-PC sind stabiler, und Notebooks ebenso (Tabelle: Microsoft)
Marken-PC sind stabiler, und Notebooks ebenso (Tabelle: Microsoft)

Die Wahrscheinlichkeit für einen CPU-bedingten Absturz in den ersten 30 Tagen Tact liegt bei den Marken-PCs bei 1:120, bei den White-Boxes bei 1:93. Bei den durch SSDs oder Festplatten bedingten Fehlern liegen die beiden Gruppen gleichauf, beim Hauptspeicher ist der Unterschied aber dramatisch. 1:2.700 ist die Absturzwahrscheinlichkeit bei Markenrechnern, bei den White-Boxes liegt sie bei 1:950. Die Studie macht dabei keine Unterscheidung zwischen selbst gebauten PCs und denen von kleineren Marken, eben den White-Boxes, wie sie in Deutschland vor allem von lokalen Anbietern und Versendern unter eigenen Markennamen angeboten werden.

Stellenmarkt
  1. Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden Württemberg (ZSW), Stuttgart
  2. HIS Hochschul-Informations-System eG, Hannover

Die Namen von Hardwareherstellern nennt die Studie im Übrigen nicht, was auch für die Zuverlässigkeit eines übertakteten Prozessors gilt. Hier sprechen die Autoren zwar von zwei CPU-Herstellern - womit nur AMD und Intel gemeint sein können -, geben aber einen deutlichen Unterschied an. Die CPUs des einen Anbieters stürzen 20-mal so häufig ab, wenn sie übertaktet sind. Dabei wurde aber Benutzerverschulden wie zu aggressive Einstellungen im Bios nicht berücksichtigt, das können die Windows-Fehlerberichte nicht auswerten.

Notebooks sind stabiler als Desktop-PCs 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-79%) 3,20€
  2. 4,19€
  3. 4,32€
  4. 32,99€

nuklearfire2010 03. Jul 2012

Also bin momentan nebenbei im Handel und haben zwei PCs von wohl dem größten Namhaften...

StefanKehrer 02. Jul 2012

Bei Notebooks ist meist nichts mehr zu retten, wenn was kaputt ist. Oder nur mit einem...

elgooG 02. Jul 2012

Also ich finde es völlig unsinnig, sämtliche "Bastel"-PCs auf die selbe Stufe zu...

nie (Golem.de) 01. Jul 2012

Die MCEs werden von der CPU aufgefangen und an das OS gemeldet, und durch Hardwarefehler...

redmord 29. Jun 2012

... trotzdem deplatziert.


Folgen Sie uns
       


Akku-Recycling bei Duesenfeld

Das Unternehmen Duesenfeld aus Peine hat ein Verfahren für das Recycling von Elektroauto-Akkus entwickelt.

Akku-Recycling bei Duesenfeld Video aufrufen
Google Maps in Berlin: Wenn aus Aussetzfahrten eine neue U-Bahn-Linie wird
Google Maps in Berlin
Wenn aus Aussetzfahrten eine neue U-Bahn-Linie wird

Kartendienste sind für Touristen wie auch Ortskundige längst eine willkommene Hilfe. Doch manchmal gibt es größere Fehler. In Berlin werden beispielsweise einige Kleinprofil-Linien falsch gerendert. Dabei werden betriebliche Besonderheiten dargestellt.
Von Andreas Sebayang

  1. Maps Duckduckgo mit Kartendienst von Apple
  2. Google Maps zeigt Bikesharing in Berlin, Hamburg, Wien und Zürich
  3. Kartendienst Qwant startet Tracking-freie Alternative zu Google Maps

Ricoh GR III im Test: Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom
Ricoh GR III im Test
Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom

Kann das gutgehen? Ricoh hat mit der GR III eine Kompaktkamera im Sortiment, die mit einem APS-C-Sensor ausgerüstet ist, rund 900 Euro kostet und keinen Zoom bietet. Wir haben die Kamera ausprobiert.
Ein Test von Andreas Donath

  1. Theta Z1 Ricoh stellt 360-Grad-Panoramakamera mit Profifunktionen vor
  2. Ricoh GR III Eine halbe Sekunde Belichtungszeit ohne Stativ

Mobilfunktarife fürs IoT: Die Dinge ins Internet bringen
Mobilfunktarife fürs IoT
Die Dinge ins Internet bringen

Kabellos per Mobilfunk bringt man smarte Geräte am leichtesten ins Internet der Dinge. Dafür haben deutsche Netzanbieter Angebote für Unternehmen wie auch für Privatkunden.
Von Jan Raehm

  1. Smart Lock Forscher hacken Türschlösser mit einfachen Mitteln
  2. Brickerbot 2.0 Neue Schadsoftware möchte IoT-Geräte zerstören
  3. Abus-Alarmanlage RFID-Schlüssel lassen sich klonen

    •  /