Microsoft-Studie: Kreative Frauen interessieren sich eher für IT und Mathe

Kreativität und das Interesse an MINT-Berufen hängt bei Frauen zusammen. Das behauptet zumindest Microsoft in einer Marktstudie. Vor allem Mädchen bis 16 Jahre schätzen sich als sehr kreativ ein. Es fehle aber der Praxisbezug im MINT-Unterricht.

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Kreative Frauen interessieren sich eher für MINT-Berufe.
Kreative Frauen interessieren sich eher für MINT-Berufe. (Bild: Montage: Golem.de/CC0 1.0)

Microsoft und das Forschungsinstitut KRC Research verbinden Kreativität mit dem Interesse von Frauen für MINT-Fächer. Diesen Schluss ziehen sie aus einer europaweiten Studie, in der 11.500 Mädchen und Frauen im Alter von elf bis 30 Jahren befragt wurden.

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Etwa die Hälfte der befragten Kandidatinnen stellt sich eine Karriere in der Informatik, Mathematik oder einem anderen naturwissenschaftlichen Gebiet vor, wenn sie sich selbst als sehr kreativ einschätzen. Die Studie ist der zweite Teil der Forschung zum Thema Gender Gap in MINT-Fächern. Teil eins wurde bereits im April 2017 veröffentlicht.

Dabei hat Microsoft herausgefunden, dass vor allem Mädchen im Alter von 11 bis 16 Jahren sich selbst als sehr kreativ einschätzen. Zu diesem Zeitpunkt soll die Förderung möglichst ansetzen. Das deckt sich mit dem ersten Teil der Studie, nach der sich Mädchen etwa im Alter von 15 Jahren am stärksten für IT-Berufe interessieren.

Zwischen dem 17. und 25. Lebensjahr sinke laut der Studie die selbsteingeschätzte Kreativität der Befragten deutlich. Erst mit 30 Jahren wird der Wert wieder höher. Bei Frauen, die einer geisteswissenschaftlichen Tätigkeit nachgehen, sei das genau andersherum: Dort sinke die Kreativität linear über die Lebenszeit. Mit 30 Jahren ist sie auf einem Tiefpunkt angelangt.

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Viele Frauen sind auch der Meinung, dass sie abstrakte Mathematik und Informatik eher mögen, wenn diese praxisnah gelehrt wird. Microsoft-Chefin für gesellschaftliches Engagement Astrid Aupperle sagt konkret: "Gerade junge Frauen wollen verstehen, wofür sie abstrakte Gleichungen in Mathematik oder Informatik konkret brauchen"

Laut ihren Aussagen seien momentan nur etwa 30 Prozent der in Europa beschäftigten IT-Fachkäfte weiblich. Auch die Aussage, dass weiterhin weibliche Vorbilder in der Branche fehlen, wird im zweiten Teil der Studie nochmals bestätigt. Zuerst solle laut Aupperle dort angesetzt werden. Außerdem sagt sie: "Das Vorurteil, MINT-Berufe seien nicht kreativ, gehört abgeschafft."

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janoP 04. Dez 2017

Ich kann mich nicht erinnern, behauptet zu haben, Sexisten und Anitfeministen seien das...

warten_auf_godot 04. Dez 2017

Artikel vor wenigen Tagen bei Heise "Studie: Informatik & Co. gelten bei jungen Frauen...

m8Flo 03. Dez 2017

Ja, Quoten helfen. Ich hätt lieber ne Statistik, wie viele % an Männern nicht eingestellt...

Anonymer Nutzer 02. Dez 2017

Das war naiv, denn, man kann nicht Beides sein.

Mett 01. Dez 2017

Treffer! Versenkt.



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