Microsoft Store: Entwickler stahl 10 Millionen US-Dollar von Microsoft

Eine Zeit lang fuhr der Betrüger einen 160.000-Dollar-Tesla und wohnte in einer 1,6-Millionen-Dollar-Villa. Es folgen neun Jahre Gefängnis.

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Der Fall bestätigt für das Gericht, dass Bitcoin nicht alle kriminellen Machenschaften vertuschen kann.
Der Fall bestätigt für das Gericht, dass Bitcoin nicht alle kriminellen Machenschaften vertuschen kann. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de/CC0 1.0)

Ein ehemaliger Microsoft-Angestellter hat den Arbeitgeber um mehr als 10 Millionen US-Dollar betrogen. Nun wurde er vom US-Bundesstaat Washington zu neun Jahren Haft verurteilt. Außerdem soll er rund 8,34 Millionen US-Dollar zurückzahlen. Er wurde in 18 Anklagepunkten für schuldig befunden, darunter Telekommunikationsbetrug und Geldwäscherei.

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Das Geld konnte er sich durch Geschenkkarten und andere Aktionen erschleichen, als er in einem Team zwischen August 2016 und Juni 2018 von Microsoft beauftragt wurde, den Kaufprozess des Microsoft Store zu verbessern. Dafür haben Projektmitglieder Zugangskonten mit erweiterten Rechten erhalten, die zudem Testeinkäufe im Store tätigen konnten. Solche Accounts wurden von Microsoft nicht durch einen Betrugsfilter geleitet. Das Unternehmen habe nicht erwartet, dass dadurch digitale Währungen wie Gutscheine und Geschenkcoupons gekauft würden.

Von der Villa ins Gefängnis

Genau dieses Vertrauen hat sich der Verurteilte zunutze gemacht und mehrere Millionen US-Dollar von Microsoft stehlen können. Die Gutscheine habe er zum Teil bei nicht genannten Drittanbietern zu anderer Währung umgewandelt. Auch habe er sich der Kryptowährung Bitcoin bedient, um seine Microsoft-Währung in vielseitiger einsetzbare Mittel umzuwandeln.

Zunächst wurde das in kleinerem Umfang mit dem eigenen Account durchgeführt - etwa 16.000 US-Dollar konnte er so stehlen. Anschließend nutzte er auch die Konten anderer Mitarbeiter, um sich Zugang zu mehr Geld zu verschaffen und möglicherweise weniger Verdacht zu erwecken. Eine Zeit lang konnte der Verurteilte dadurch gut leben. So hat er sich laut Aussagen des Gerichts einen 160.000 US-Dollar teuren Tesla und ein 1,6 Millionen US-Dollar teures Haus gekauft.

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"Das heutige Urteil beweist, dass Sie kein Geld im Internet stehlen können und denken, dass Bitcoin ihre kriminellen Machenschaften versteckt", sagt der verantwortliche IRS-CI Special Agent Ryan L. Korner in der Pressemitteilung. Nach seiner Haft droht dem aus der Ukraine stammenden Softwareentwickler eine Abschiebung.

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smonkey 12. Nov 2020

Warum wurden die "Testkäufe" überhaupt ausgeliefert? Wieso hatte der Mitarbeiter Zugriff...

dbettac 12. Nov 2020

Und das Kokain findet man in der Sofaritze?

quineloe 12. Nov 2020

Du, falls du es irgendwie überlesen hast. Der Mann ist Ukrainer. Der spricht die Sprachen...

AllDayPiano 12. Nov 2020

Tja da hat er schlichtweg zu wenig betrogen. Erst ab Schadenshöhen von >= 1 Hoeneß (18,55...

Unwichtig 11. Nov 2020

Nicht nur der Staat. Alle, die moechten. Jede Transaktion ist ersichtlich.



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