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Microsoft: SQL-Server 2019 bringt kostenlosen Java-Support

Microsoft will den Support für Java auf SQL-Server 2019 kostenfrei anbieten. Die Entwickler sind sich bewusst, dass die Programmiersprache für den Dienst essenziell ist, und Oracle wird wohl bald keinen Gratis-Support mehr bieten. Auch OpenJDK sei keine Alternative, meint Microsoft.
/ Oliver Nickel
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Microsoft bietet kostenlosen Support für Java. (Bild: Pixabay.com)
Microsoft bietet kostenlosen Support für Java. Bild: Pixabay.com

Microsoft bietet für seinen SQL-Server 2019 freien Support(öffnet im neuen Fenster) für die Programmiersprache Java als Zulu Embedded an. Als verantwortlicher Partner wird das Unternehmen Azul Systems den Dienst mit Updates versorgen. Die Entscheidung hat Microsoft getroffen, nachdem Java-Distributor Oracle bereits vor einiger Zeit angekündigt hatte, den Support für seine Java-Variante kostenpflichtig zu machen. Ab Dezember 2020 wird Oracle zudem wohl keine Updates mehr an Java SE 8 für die private Nutzung ausrollen. Kommerzielle Nutzer werden für vierteljährliche Quartalspatches zahlen müssen. Das beschreibt Oracle in einem FAQ-Artikel(öffnet im neuen Fenster) .

"2018 hat Oracle die Java-Community mit einer Änderung beim Support- und Lizenzmodell überrascht" , schreibt Microsoft in der Ankündigung. Der kostenlose Java-Support ist für Microsoft ein wichtiges Element: Der Hersteller gibt selbst an, dass Dienste wie Apache Spark und HDFS für die neu angekündigten Big Data Cluster in SQL Server 2019 mit der Programmiersprache synergierten.

Microsoft sieht Redhat nicht

Es ist bereits möglich, Java unter Eigenregie in Verbindung mit Microsofts-SQL-Datenbankdiensten zu verwenden. Das kann neben Oracle Java SE auch etwa OpenJDK von Redhat sein. Allerdings müssen sich Anwender selbst um den Support kümmern beziehungsweise sich auf Oracle und Redhat verlassen. "Keine der beiden Optionen war jedoch ideal" , schreibt Microsoft. "Mit OpenJDK gab es keinen Supportanbieter, wenn sie Hilfe brauchten" . Dabei ignoriert das Unternehmen wohl Redhat selbst, die große Versionen ihres OpenJDK(öffnet im neuen Fenster) laut eigenen Aussagen für sechs Jahre unterstützen.

Zusammen mit dem Big Data Cluster bietet Microsoft in seiner Azure-Cloud ein Paket mit allen notwendigen Diensten an, um größere Datenbankprojekte zu hosten. Dabei soll es weiterhin möglich sein, eigene Java-Versionen wie Oracle Java SE und OpenJDK zu verwenden.


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