Microsoft: Spieler klagen wegen Übernahme von Activision Blizzard

Eine Gruppe von Computerspielern hat in San Francisco wegen der geplanten Übernahme von Activision Blizzard für 68,7 Milliarden US-Dollar eine Klage gegen Microsoft eingereicht. Die Gamer machen sich Sorgen um den Wettbewerb im Spielemarkt, wie Bloomberg Law(öffnet im neuen Fenster) auf Basis der eingereichten Dokumente(öffnet im neuen Fenster) meldet.
Dort heißt es, Microsoft könne nach dem Kauf von Activision Blizzard "Konkurrenten ausschließen, die Produktion begrenzen, Wahlmöglichkeiten der Verbraucher einschränken, Preise erhöhen und den Wettbewerb einschränken" .
Microsoft betreibe bereits eines der größten Ökosysteme in Sachen Gaming. Es drohe die Gefahr, dass der Konzern auf Konsolen, PCs und beim Spielestreaming zu mächtig werde – bei Blockbustern und bei Abos. Außerdem könnten die Beschäftigten der Spielebranche einen Nachteil haben, wenn es weniger potenzielle Arbeitgeber gäbe.
Soweit bekannt, stecken keine bekannten Spieler, sondern Privatpersonen hinter der nun eingereichten Klage. Sie sind nicht die Einzigen, die sich Sorgen wegen der Übernahme machen: Anfang Dezember 2022 eröffnete die Federal Trade Commission (FTC) in den USA ein Verfahren, um den Kauf intensiv zu prüfen und gegebenenfalls zu verhindern.
Zuvor hatten Kartellbehörden in mehreren Regionen ähnliche Untersuchungen eingeleitet, darunter Großbritannien und die EU. Microsoft geht nach eigenen Angaben weiterhin davon aus, den Kauf bis Mitte 2023 abschließen zu können.
Call of Duty kommt auf Nintendo-Konsolen
Besonders im Mittelpunkt bei der Übernahme steht die Frage, was mit Call of Duty passieren wird. Die Shooter-Serie gilt als möglicher Systemseller für neue Konsolen. Microsoft hat Sony eine vertragliche Vereinbarung angeboten, mit der Call of Duty in den kommenden zehn Jahren auch für die Playstation erscheint.

Einem ähnlichen Deal hat überraschenderweise Nintendo zugestimmt – obwohl Call of Duty bislang nicht Nintendo-Plattformen verfügbar ist.



