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Microsoft: Sony soll Entwickler für Spieleabo-Sperre bezahlen

Geld von Sony und dafür taucht das Spiel nicht im Xbox Game Pass auf: Diesen Vorwurf erhebt Microsoft. Das sei zum Nachteil der Abonnenten.

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Playstation und Xbox auf der Spielemesse E3 in Los Angeles (Bild: Kevork Djansezian/Getty Images)

"Sony bezahlt für 'Sperrrechte', um Entwickler daran zu hindern, ihre Inhalte auf Game Pass und anderen konkurrierenden Abonnementdiensten hinzuzufügen": Das schreibt Microsoft in einem Dokument, das im Rahmen der Übernahme von Activision Blizzard in Brasilien an die Behörden überreicht wurde.

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Die Anwälte nennen keine weiteren Details. Es bleibt also offen, welche Spiele möglicherweise nicht im PC und Xbox Game Pass enthalten sind, weil ihre Entwickler von Sony Geld bekamen.

Zumindest auf den ersten Blick erweckt Microsoft den Eindruck, dass Sony vor allem darauf abzielt, seinem wichtigsten Konkurrenten zu schaden. Ob hinter der Sache möglicherweise etwas anderes steckt und Sony sich einfach nur Spiele für das kürzlich überarbeitete Playstation Plus sichern möchte, ist unklar. Der Konzern äußerte sich bislang nicht öffentlich zu der Sache.

Schon in den letzten Tagen gab es ein kleineres rechtliches Scharmützel wegen der Übernahme von Activision Blizzard für 68,7 Milliarden US-Dollar durch Microsoft. So betonte Sony öffentlich, wie enorm wichtig das zu Activision gehörende Call of Duty doch für die Spielebranche sei.

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Call of Duty kommt wohl auch künftig für Playstation

Microsoft hingegen spielte die Bedeutung der Actionserie eher herunter. In dem veröffentlichten Dokument für die Behörden in Brasilien ist nun aber laut Videogames Chronicle auch zu lesen, dass eine Beschränkung von Call of Duty auf die Xbox-Plattformen rein finanziell keinen Sinn ergäbe.

Video: Call of Duty Modern Warfare 2 - Trailer (Gameplay) [1:48]

Das bestätigt frühere Aussagen, denen zufolge die Reihe auch künftig für die Playstation auf den Markt kommen wird. Allerdings wäre es eine Überraschung, wenn Microsoft der Xbox keine Vorteile verschafft, etwa durch frühere Veröffentlichungen von neuen Inhalten - bislang hatte Sony entsprechende Verträge.