Microsoft: Skype Qik - der Video-Messenger mit Selbstzerstörung
Die Skype Qik App(öffnet im neuen Fenster) funktioniert eigentlich wie ein Textmessenger, nur dass stattdessen kurze Videobotschaften ausgetauscht werden. Eine Echtzeit-Videokommunikation im Sinne eines Gesprächs ist nicht vorgesehen. Qik ermöglicht neben Gruppen-Chats auch 1:1-Unterhaltungen und erfordert, im Gegensatz zu Skype, die Angabe einer Mobilfunknummer.
Wer eine Videobotschaft erhält und keine Qik-App auf seinem mobilen Endgerät installiert hat, wird mit einem Hinweis bedacht, die App doch zu installieren, damit die Botschaft angesehen werden kann. Um eine Videobotschaft aufzunehmen, muss der Anwender lediglich den großen Button in Pink drücken. Wie bei Snapchat haben die Videobotschaften eine begrenzte Lebenszeit. Sie werden allerdings bei Qik erst nach zwei Wochen gelöscht und nicht nach dem Ansehen. Wer will, kann sie auch manuell früher entfernen.
Um mit Qik auch wirklich chatten zu können, lassen sich sich kurze Nachrichten vorab aufnehmen und per Knopfdruck abrufen. Diese Qik Fliks stehen dem Anwender prominent in der Oberfläche zum Abschicken zur Verfügung. Diese Nachrichten sind allerdings auf fünf Sekunden Aufnahmedauer begrenzt und werden als animierte GIFs verschickt. Die Qik Fliks gibt es ausgerechnet bei der App für Windows Phone noch nicht.
Interessanterweise zieht Microsoft also mobile Plattformen der Konkurrenz der eigenen vor. Skype Qik ist kostenlos und kann ohne Beschränkungen verwendet werden. Wie Microsoft damit Geld verdienen will, ist noch nicht bekannt. Vermutlich will das Unternehmen erst einmal überhaupt einen Fuß in die Tür für Video-Messaging stellen. Snapchat ist in diesem Markt sehr aktiv und auch von WhatsApp wird ein baldiges Update erwartet, mit dem diese Funktionen im Wesentlichen ebenfalls abgedeckt werden.



