Microsoft: Ryzen-Bugs in Windows 11 sollen behoben sein
Wer derzeit einen Ryzen-Chip unter Windows 11 einsetzt, muss mit einer reduzierten Performance leben. Offiziell hat bisher nur AMD die beiden dafür verantwortlichen Fehler benannt, nicht aber Microsoft. Ungeachtet dessen sollen die zwei Bugs behoben sein und passende Patches(öffnet im neuen Fenster) nächste Woche ausgeliefert werden.
So soll ein Power-Profile-Treiber-Update am 19. Oktober 2021 bereitstehen: Die CPPC2 (Collaborative Power Performance Control 2) sorgt eigentlich dafür, dass die Firmware dem Scheduler des Betriebssystems mitteilt, welcher CPU-Kern der schnellste ist, und Singlethread-Workloads auf diesen packt.
Unter Windows 10 funktioniert das mit AMD-Chips, unter Windows 11 nicht mehr. Gerade bei Prozessoren mit acht oder mehr Kernen und über 65 Watt reduziert dieses Problem laut AMD die Performance – der Verlust ist aber vernachlässigbar, da er selten mehr als 50 oder 75 MHz beträgt, und das bei CPUs, die mit knapp 5 GHz laufen.
L3-Latenz stark erhöht
Schwerwiegender macht sich die Latenz des L3-Caches bemerkbar, die sich AMD zufolge teils verdreifacht. Anders ausgedrückt: Statt rund 10 ns dauert es 30 ns, bis angeforderte Daten zur Verfügung stehen, was bei Anwendungen und insbesondere bei E-Sports-Titeln die Framerate drückt.

Während Apps etwa 3 bis 5 Prozent an Performance verlieren können, sind es bei kompetitiven Spielen laut AMD gleich 10 bis 15 Prozent. Aktuelle Insider-Builds von Windows 11(öffnet im neuen Fenster) zeigen immerhin, dass, anders als bei der v21H1, die L3-Latenz wieder auf normalen Niveau liegt.
Der entsprechende Hotfix für das L3-Cache-Problem soll am 21. Oktober 2021 in die reguläre Version von Windows 11 eingespielt werden.
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