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Microsoft Research: Picco, das Fühl-dich-wie-daheim-Display

Microsoft hat eine Studie zu einem experimentellen Gerät namens Picco veröffentlicht. Dieses Display sendet und empfängt per App handgezeichnete Bilder oder animierte Sequenzen. Vom Büro aus sollen sich Mitarbeiter dadurch verbundener mit ihrem Zuhause fühlen.
/ Marc Sauter
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Picco besteht aus einem OLED-Panel und einem 3D-gedruckten Gehäuse (Bild: Microsoft)
Picco besteht aus einem OLED-Panel und einem 3D-gedruckten Gehäuse Bild: Microsoft

Picco ist als kleiner Begleiter für den Arbeitsplatz konzipiert, der auf einem winzigen OLED-Panel Bildnachrichten zwischen dem Nutzer im Büro und der Familie daheim austauschen soll. Microsoft Research hat herausgefunden ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ), dass diese Art der Kommunikation persönlicher beziehungsweise intimer ist und sich Mitarbeiter dadurch auf der Arbeit geborgener fühlen.

Das Design des nur 45 Millimeter hohen Picco umfasst ein 120 x 90 Millimeter messendes OLED-Display mit 52 x 36 Pixeln, das Gehäuse kommt aus dem 3D-Drucker. Mit der dazugehörigen Windows-8-App entwerfen Nutzer (bis zu fünf animierte) Bitmap-Bilder als Touch-Zeichnungen, sogenannte Picclets, die per WLAN an andere Piccos geschickt werden, die beim Empfangen vibrieren.

Microsoft hat Picco im Büro mit Mitarbeitern und in mehreren Familien getestet und dabei festgestellt, dass Picclets zumindest am Arbeitsplatz nicht als funktionales Medium, sondern weitestgehend nur der Unterhaltung dienen. Da einige der Bildnachrichten zudem sehr ausgefeilt waren, fühlten sich einige Teilnehmer so unter Druck gesetzt, dass sie gar keine Picclets verschickten oder nur äußerst simple, um möglichst wenig Arbeitszeit zu vergeuden.

In den Familien, bei denen der Vater oder Ehemann vom Büro aus mit dem Picco daheim kommunizieren konnte, verzichteten manche Teilnehmer nach einigen Fehlschlägen auf Picclets vom Typ "Bringe doch bitte dieses oder jenes mit" . Stattdessen gingen sie zu Nachrichten über, die ein "Ich denke an dich" vermittelten, dabei aber Informationen wie "Finger verletzt" transportierten. Das Gefühl, auf eine irgendwie intime Art mit dem Zuhause verknüpft zu sein, gefiel mehreren Teilnehmern.

Die Idee der Picclets an sich ist allerdings nicht neu, Anwendungen wie 12 Pixels(öffnet im neuen Fenster) boten schon 2009 eine ähnliche Funktion.


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