Microsoft: Rechenzentren in Schweden nutzen nur erneuerbare Energien

Kalte Außenluft, Regenwasser und Energie aus Wind- und Wasserkraft: Microsoft eröffnet drei umweltfreundliche Rechenzentren in Schweden.

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Microsofts schwedische Rechenzentren verwenden Regenwasser als Wasserkühlung.
Microsofts schwedische Rechenzentren verwenden Regenwasser als Wasserkühlung. (Bild: Microsoft)

Auf insgesamt 3,65 Quadratkilometern betreibt Microsoft drei Rechenzentren in Schweden, die nun wohl vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt sind. Dazu kooperiert Microsoft mit dem Energiekonzern Vattenfall. Auch die Dieselgeneratoren, die als Backup noch immer notwendig sind, sollen mit zu 50 Prozent erneuerbarem Biodiesel betrieben werden.

Unter anderem machen sich die Rechenzentren die kalte Außenluft an den Standorten zunutze: Sie wird mit der warmen Luft im Innenraum gemischt. Zudem wird warme Luft durch Dachfilter nach oben hin abgelassen. An den Seitenwänden zieht dann neue kalte Luft nach.

Die Rechenzentren sammeln zudem das Regenwasser und speisen die meist kalte Flüssigkeit in die Wasserkühlung der Server ein. Dadurch sollen laut Microsoft 30 Prozent Energie und 90 Prozent Wasserbedarf eingespart werden.

Vattenfall versorgt die Rechenzentren mit erneuerbaren Energien, die aus Windkraft und Wasserkraft stammen. Mittels Sensoren wird der Energiebedarf ermittelt und dieser Wert dann an Vattenfall-Instanzen weitergeleitet. So soll ein steter Fluss an erneuerbarem Strom gewährleistet werden.

50 Rechenzentren pro Jahr

"Unser Plan ist es, dass Schweden einer der größten Standorte in Europa sein wird, gleichbedeutend mit Dublin und Amsterdam", sagt Microsoft-Infrastruktur-Chef Noelle Walsh dem Magazin Bloomberg. "Fast jedes Land der Welt will mittlerweile ein paar Rechenzentren haben". Zurzeit expandiert Microsoft deshalb mit 50 neuen Rechenzentren pro Jahr auf der gesamten Welt. Aktuell gibt es etwa 250 Rechenzentren von Microsoft.

Bis 2030 will Microsoft eine kohlenstoffnegative Bilanz aufweisen. Das sei laut Walsh nur mit relativ hohen Investitionen in erneuerbare Konzepte möglich. Der Konzern gibt derweil "hunderte Millionen von Dollar im Jahr" aus, um Rechenzentren mit entsprechender Energie zu versorgen.

In Schweden gibt es bereits erste Kunden, die ihre Daten und Dienste in den umweltfreundlichen Rechenzentren hosten. Dazu zählen laut Bloomberg Svenska Handelsbanken AB, Postnord AB und andere lokale Unternehmen.

Dabei will Microsoft auch darauf achten, dass Kunden die Cloud in sinnvollem Maß verwenden. Das Schürfen von Kryptowährungen ist etwa ein Spezialfall, da dieser Vorgang mit Rechenkapazitäten und hohem Energiebedarf einhergeht. Der Konzern ist sich dessen bewusst und achtet deshalb auf solche Verwendungen genauer.

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Hugie 18. Mär 2022

Die verbrauchten doch Strom. Wieso haben die die Dächer nicht mit PV voll und ein paar...

Kleba 19. Nov 2021

Jein. Rein technisch kann ich natürlich nicht beeinflussen, ob der Strom aus der...

Steffo 19. Nov 2021

Man braucht eben ein Mix aus verschiedenen regenerativen Energien + Stromspeicher

sherly 19. Nov 2021

Passt soweit, wichtig ist aber für die Erderwärmung vor allem, dass Treibhausgase...



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