Abo
  • IT-Karriere:

Microsoft: Programme für Quantencomputer in Visual Studio entwickeln

Eins, null oder beides gleichzeitig? Microsoft entwickelt eine Quantenprogrammiersprache samt Testsimulator für Visual Studio. Außerdem zeigt das Unternehmen einen eigenen Quantencomputer.

Artikel veröffentlicht am ,
In Kooperation mit Bluefors entsteht ein Quantencomputer.
In Kooperation mit Bluefors entsteht ein Quantencomputer. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)

Auch Quantencomputer sind ein Thema auf Microsofts Messe Ignite 2017. Bereits zum Ende der Eröffnungspräsentation hat Microsofts CEO Satya Nadella mit zwei Physikern, einer Informatikerin und einem Mathematiker über dieses Thema gesprochen. Dabei wurde auch ein Software-Stack für Entwickler vorgestellt, um Programme auf einem Quantencomputer ausführen zu können. Dieser beinhaltet eine eigene und speziell dafür entwickelte Programmiersprache.

Stellenmarkt
  1. terranets bw GmbH, Lindorf bei Wendlingen/Kirchheim
  2. PENTASYS AG, Frankfurt am Main, München, Stuttgart

Microsoft nennt so erstellte Software Quantum Programs - Quantenprogramme. Das Besondere ist, dass der Software Stack in Microsofts integrierte Entwicklungsumgebung (IDE) Visual Studio eingefügt wird. Darüber sollen sich Quantenprogramme debuggen lassen. Auch der Quantenstatus soll innerhalb der IDE an verschiedenen Stellen des Programmes angezeigt werden können.

Wie in etablierten Programmiersprachen kann die Syntax der neuen Quantenprogrammiersprache farblich hervorgehoben werden. Das soll die Übersichtlichkeit des Codes verbessern.

Virtuelle Quantensimulatoren lokal und in der Azure-Cloud

Innerhalb von Visual Studio sollen sich so erstellte Quantenprogramme mithilfe eines Simulators testen lassen können. Microsoft bietet eine lokale Version für die Nutzung auf Notebooks oder Desktop-Systemen an, die maximal etwa 30 Quantenbits (Qubits) simulieren kann. Außerdem wird es einen Simulator geben, der in der Cloud auf Basis der Azure-Plattform gehostet wird. Dieser ermöglicht Testszenarien in der Größenordnung von 40 Qubits.

  • Auf der Ignite 2017 wurde ein Quantencomputer von Microsoft gezeigt. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Auf der Ignite 2017 wurde ein Quantencomputer von Microsoft gezeigt. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
Auf der Ignite 2017 wurde ein Quantencomputer von Microsoft gezeigt. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)

Gleichzeitig baut Microsoft in Zusammenarbeit mit dem auf Kryotechnik spezialisiertem Unternehmen Bluefors einen skalierbaren Quantencomputer, der Qubits bei nahezu 0 Kelvin Temperatur misst. Bei dieser Temperatur ist die Wahrscheinlichkeit von Messfehlern durch sich bewegende Teilchen sehr gering, da es kaum Schwingungen gibt.

Auf der Ignite 2017 wurde ein Testexemplar gezeigt, das mit sogenannten topologischen Qubits rechnet. Diese sind laut Microsoft weniger fehleranfällig. Ein Chip mit dieser Technik nutzt auf der atomaren Ebene verschiedene benachbarte Elektronen, die sich gegenseitig beeinflussen - sich "an- und aussschalten", heißt es.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. ab 194,90€
  2. 169,90€ + Versand

brutos 09. Mai 2018

Dann kommt Apple... ... und sichert sich erstmal alle Namensrechte auf allen möglichen...

maxule 26. Sep 2017

in Anlehnung an das "originalzitat" durchaus berechtigt.


Folgen Sie uns
       


Nokia 9 Pureview - Hands on (MWC 2019)

Das neue Nokia 9 Pureview von HMD Global verspricht mit seinen fünf Hauptkameras eine verbesserte Bildqualität. Wir haben das im Hands on überprüft.

Nokia 9 Pureview - Hands on (MWC 2019) Video aufrufen
P30 Pro im Kameratest: Huawei baut die vielseitigste Smartphone-Kamera
P30 Pro im Kameratest
Huawei baut die vielseitigste Smartphone-Kamera

Huawei will mit dem P30 Pro seinen Vorsprung vor den Smartphone-Kameras der Konkurrenez ausbauen - und schafft es mit einigen grundlegenden Veränderungen.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. CIA-Vorwürfe Huawei soll von chinesischer Regierung finanziert werden
  2. Huawei-Gründer "Warte auf Medikament von Google gegen Sterblichkeit"
  3. 5G-Ausbau Sicherheitskriterien führen nicht zu Ausschluss von Huawei

Fitbit Versa Lite im Test: Eher smartes als sportliches Wearable
Fitbit Versa Lite im Test
Eher smartes als sportliches Wearable

Sieht fast aus wie eine Apple Watch, ist aber viel günstiger: Golem.de hat die Versa Lite von Fitbit ausprobiert. Neben den Sport- und Fitnessfunktionen haben uns besonders der Appstore und das Angebot an spaßigen und ernsthaften Anwendungen interessiert.
Von Peter Steinlechner

  1. Smartwatch Fitbit stellt Versa Lite für Einsteiger vor
  2. Inspire Fitbits neues Wearable gibt es nicht im Handel
  3. Charge 3 Fitbit stellt neuen Fitness-Tracker für 150 Euro vor

Anno 1800 im Test: Super aufgebaut
Anno 1800 im Test
Super aufgebaut

Ach, ist das schön: In Anno 1800 sind wir endlich wieder in einer heimelig-historischen Welt unterwegs - zumindest anfangs. Das neue Werk von Blue Byte fesselt dank des toll umgesetzten und unverwüstlichen Spielprinzips. Auch neue Elemente wie die Klassengesellschaft funktionieren.
Von Peter Steinlechner

  1. Ubisoft Blue Byte Anno 1800 erhält Koop-Modus und mehr Statistiken
  2. Ubisoft Blue Byte Preload der offenen Beta von Anno 1800 eröffnet
  3. Systemanforderungen Anno 1800 braucht schnelle CPU

    •  /