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Microsoft: Powershell ist Open Source und für Linux verfügbar

Microsofts Liebe für Linux geht weiter: Das wohl wichtigste Admin-Tool für Windows, die Powershell, läuft auf dem freien Betriebssystem. Die Powershell ist zudem Open Source und nutzt künftig OpenSSH für den Transport.
/ Sebastian Grüner
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Satya Nadella wandelt Microsoft langsam aber sicher in ein Open-Source-Unternehmen um. (Bild: Microsoft)
Satya Nadella wandelt Microsoft langsam aber sicher in ein Open-Source-Unternehmen um. Bild: Microsoft

Das Entwicklerteam der Powershell, dem wohl wichtigsten Verwaltungswerkzeug für Windows-Admins, hat seinen Kommandozeileninterpreter schon von Beginn an stark an die Konzepte typischer Unix-Shells angelehnt und nach jahrelangen Versuchen zuletzt auch den OpenSSH-Port auf Windows forciert. Folgerichtig steht die Powershell als Open-Source-Software(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung und ist auf Linux portiert worden.

Microsoft begründet diesen Schritt in seinem Azure-Blog mit dem Wunsch der Kunden. Möglich geworden ist der Port auf Linux sowie die Offenlegung der Powershell durch die vorangegangene erfolgreiche Portierung des Frameworks .Net Core, das ebenfalls als Open Source entwickelt wird. Die Powershell läuft zusätzlich zu den Linux-Distributionen Ubuntu, CentOS und Red Hat Enterprise Linux auch auf Mac OS X. Dies soll auf weitere Systeme erweitert werden.

Im Zuge der Portierungsarbeiten will das Entwicklerteam die Verwendung des Powershell Remoting Protocol auf die Nutzung von OpenSSH als nativen Transport erweitern. Das heißt: Neben dem hauseigenen Protokoll für die Windows Remote-Verwaltung sollen Nutzer auch das standardisierte SSH benutzen können.

Community-Projekt angestrebt

Die Entwicklung des Codes der Powershell auf Github(öffnet im neuen Fenster) soll künftig einen sehr starken Community-Ansatz verfolgen. Wie bei Microsoft üblich ist für Beiträge ein Contributor License Agreement (CLA) nötig - und völlig aus der Hand geben will Microsoft die Entwicklung verständlicherweise auch nicht. So verfügt der Powershell-Erfinder und Microsoft-Angestellte Jeffrey Snover derzeit über die Möglichkeit, ein Veto gegen Community-Entscheidungen einzulegen. Davon solle aber nicht häufig Gebrauch gemacht werden.

Für die Weiterentwicklung der Powershell will Microsoft darüber hinaus aktiv mit interessierten Unternehmen zusammenarbeiten. Dazu zählen Google, VMware, der gleichnamige Hersteller der Konfigurationsverwaltung Chef sowie das Team der Amazon Web Services.


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