Microsoft: Opera Mini wird Standardbrowser auf Nokia-Handys

Opera Software hat mit Microsoft eine Lizenzvereinbarung geschlossen. Künftige Nokia-Handys mit den Betriebssystemen Series 30+, Series 40 und Asha werden mit vorinstalliertem Opera Mini ausgeliefert. Im Gegenzug verschwindet der Nokia-Browser Xpress von den Nokia-Handys. Besitzern eines Nokia-Handys wird der Wechsel zu Opera Mini empfohlen.
Die Vereinbarung bezieht sich nur auf die Nokia-Handys von Microsoft, die Lumia-Smartphones mit Windows Phone sind davon nicht betroffen. Diese werden weiterhin mit vorinstalliertem Internet Explorer ausgeliefert.
Opera Mini mit Client-Server-Architektur
Opera Mini und Nokias Xpress Browser nutzten einen ähnlichen Ansatz, um Besitzern der Geräte das Surfen im Internet möglichst angenehm zu machen. Offenbar war Microsoft nach der Nokia-Übernahme nicht sonderlich von dem Ansatz der Xpress-Browser überzeugt und wird das Produkt wohl langfristig einstellen.
Beide Browser nutzen eine Client-Server-Architektur. Die Webseiten werden vor der Übertragung an den Browser vom Server angepasst und komprimiert. Das führt dazu, dass der Browser einen geringeren Datenverkehr verarbeiten muss. Das verringert das zu übertragende Datenvolumen, so dass Webseiten bei geringer Bandbreite zügiger angezeigt werden können. Außerdem muss der Kunde weniger für den Traffic zahlen.
Keine weiteren Details zur Lizenzvereinbarung
Weltweit hat Opera Mini derzeit nach Angaben des Herstellers 250 Millionen Nutzer. Opera Mini ist für die wichtigen Handy- und Smartphone-Plattformen verfügbar. Mehr als 100 Millionen Kunden gebe es auf Android-Smartphones.
Opera und Microsoft haben keine Details zu der Lizenzvereinbarung genannt. Es ist also nicht bekannt, welche Gelder im Rahmen der Lizenzvereinbarung fließen und was für eine Laufzeit der Vertrag hat.