Microsoft: Norwegischer Staatsfonds stellt sich gegen Satya Nadella

Der norwegische Staatsfonds will bei der Hauptversammlung von Microsoft am 5. Dezember 2025 gegen die Wiederernennung von Satya Nadella zum Aufsichtsratsvorsitzenden sowie gegen sein Vergütungspaket stimmen.
Zur Begründung heißt es in der Erklärung zum Abstimmungsverhalten(öffnet im neuen Fenster) des Fonds, dass der Vorstand Entscheidungen unabhängig von der Geschäftsführung treffen können sollte und die Funktion des CEO und der Aufsichtsratsvorsitzenden nicht von derselben Person ausgeübt werden sollte.
Eine solche Entscheidung würde der Fonds nur unterstützen, wenn der Vorstand geeignete Maßnahmen zur Vermeidung von Interessenkonflikten einführen würde, heißt es weiter. Zum Gehalt des Microsoft-CEOs vertritt der Fond die Position, dass "alle Leistungen eine klare betriebswirtschaftliche Begründung haben" sollten.
Forderung nach Risikobericht zu Ländern mit Menschenrechtsbedenken
Zudem positioniert der norwegische Staatsfonds beim Bericht über die Risiken der Geschäftstätigkeit in Ländern mit erheblichen Menschenrechtsbedenken gegen die Empfehlung des Microsofts-Managements.
Im Gegensatz zu Letzterem sieht der Fonds die Notwendigkeit eines solchen Berichts und begründet dies damit, dass der Vorstand "die wesentlichen Nachhaltigkeitsrisiken des Unternehmens sowie die umfassenderen ökologischen und sozialen Folgen seiner Geschäftstätigkeit und Produkte berücksichtigen" solle.
Der norwegische Staatsfonds steht an Stelle acht der größten Microsoft-Aktionäre. Im Portfolio des Fonds ist Microsoft, nach Nvidia, der zweitgrößte Investitionsposten. Der Staatsfonds gehört auch zu den zehn größten Investoren bei Tesla und stellte sich Anfang November 2025 gegen das Gehaltspaket von Elon Musk .



