Microsoft: Neuer Flight Simulator soll Fokus auf Simulation legen
"Wir machen den Microsoft Flight Simulator. Die Betonung liegt auf dem Wort Simulator": Mit diesem Versprechen hat sich das Entwicklerteam rund zwei Wochen nach der ersten Ankündigung auf der E3 2019 an die Community gewandt. Der Hinweis ist durchaus nötig: Viele Fans wünschen sich möglichst originalgetreu nachgebaute Flugzeuge und Landkarten sowie eine glaubwürdige Physik.
Zweifel, ob das so umgesetzt wird, sind (oder waren) durchaus berechtigt. So dürfte es allein schon deswegen, weil der neue Flight Simulator auch für die Xbox One erscheint, gewisse Vereinfachungen bei der Steuerung geben – die allerdings auch nur in einen entsprechenden Schwierigkeitsgrad münden könnten.
Andere Zweifel weckt schlicht auch die Geschichte der Serie: Das als Quasinachfolger des legendären Flugsimulators von Microsoft 2012 veröffentliche Free-to-Play-Einsteigerspiel Flight kam bei den Fans so schlecht an, dass es nach wenigen Monaten wieder eingestellt wurde.
Bei dem neuen Flight Simulator soll das anders werden. Das Programm entstehe primär für Windows-PC, schreiben sie nun. Für andere Plattformen wie die Xbox gebe es "Optimierungen" – was das konkret bedeutet, ist nicht klar. Wichtiger ist aber, dass neben Maus und Tastatur auch Steuerknüppel und Schubregler unterstützt werden sollen. Damit haben Hobbypiloten hoffentlich die Möglichkeit, ihre eigene Flugzeugkanzel nachzubauen.

Außerdem soll die Community eigene Mods programmieren können. Das war bei früheren Versionen des Flight Simulator enorm wichtig, und sogar jetzt noch erscheinen teils kommerziell vertriebene Erweiterungen für Flight Simulator X, die 2006 veröffentlichte letzte ernsthafte Simulation der Reihe.
Wer sich für den nächsten Flight Simulator interessiert, kann sich auf der offiziellen Webseite des Projekts für das Insider-Programm anmelden(öffnet im neuen Fenster) und dann mit etwas Glück an Alpha- oder Betatests teilnehmen. Im August 2019 wollen die Entwickler eine erste Vorschau auf die kommenden Produktionsschritte veröffentlichen.
Was bislang vom Flight Simulator zu sehen war, macht vor allem grafisch einen imposanten Eindruck. Auf den ersten Blick sehen Flugzeuge und Welt im Trailer fast schon fotorealistisch aus, viele Gebäude sind mit viel Aufwand modelliert. Das Programm soll 4K-Auflösungen und vor allem HDR-Optik (High Dynamic Range) unterstützen, was für besonders lebensechte Wolken und Wettereffekte sowie Landschaften sorgen dürfte.
Nach Angaben von Microsoft entsteht ein Teil der Grafik mit Hilfe von Satellitenaufnahmen, die in den Azure-Rechenzentren mit KI-Algorithmen optimiert werden. Nach aktuellem Stand soll der Flight Simulator im Jahr 2020 abheben.
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