Konzentration auf populäre Druckermodelle

Wie schon bei Windows Vista und auch bei Windows 7 konzentriert sich Microsoft auch bei Windows 8 darauf, eine möglichst große Zahl der derzeit am häufigsten genutzten Drucker zu unterstützen. Die Konsequenz: Windows 7 und auch Windows 8 unterstützen weniger Drucker als Windows Vista, decken aber einen größeren Teil der aktuell genutzten Drucker ab. Laut Microsoft machen 100 Druckermodelle rund 50 Prozent der derzeit installierten Basis an Druckern aus, wobei Nutzer ihre Geräte im Schnitt fünf bis sieben Jahre nutzen.

Stellenmarkt
  1. Mitarbeiter technischer Kundensupport (m/w/d) für Rechnungswesensoftware
    Diamant Software GmbH, Bielefeld
  2. ERP Manager (m/w/d)
    Hays AG, Marktredwitz
Detailsuche

Um 75 Prozent der im Markt befindlichen Drucker zu unterstützen, müssen rund 300 Druckermodelle unterstützt werden, um 95 Prozent zu erreichen, rund 1.000. Das Problem: Die Zahlen sind zwar recht konstant, die konkreten Modelle, die zum Erreichen der 50, 75, 95 oder 100 Prozent Marktabdeckung unterstützt werden müssen, ändern sich aber ständig. Um auf 100 Prozent zu kommen, müssten laut Microsoft 5.962 Druckermodelle unterstützt werden.

So wurde Windows Vista noch mit 4.200 Treibern ausgeliefert, um rund 55 bis 60 Prozent der verwendeten Drucker zur unterstützen, bei Windows 7 waren es nur noch 2.100 Treiber für 60 bis 65 Prozent der weltweit verwendeten Drucker. Bei Windows 8 steigt die Zahl wieder auf 2.500, womit zum Start rund 70 Prozent aller derzeit genutzten Drucker unterstützt werden sollen. Microsoft geht davon aus, dass mit neuen Druckern, die Compatible ID unterstützen, dieser Wert auf 80 Prozent steigen wird.

Belegten die Treiber für Drucker und andere Imaging-Geräte bei Windows Vista noch 768 MByte Speicherplatz, sind es bei Windows 8 nur noch 184 MByte. Das ist vor allem für Windows-RT-Tablets wichtig, die mit weniger Speicherplatz ausgestattet sind.

User Interface und Treiber werden getrennt

Golem Akademie
  1. SAMBA Datei- und Domänendienste einrichten: virtueller Drei-Tage-Workshop
    7.–9. März 2022, Virtuell
  2. Linux-Shellprogrammierung: virtueller Vier-Tage-Workshop
    8.–11. März 2021, Virtuell
Weitere IT-Trainings

War das User Interface zur Konfiguration des Druckers bisher oft Bestandteil des Treibers, so trennt das neue Druckmodell von Windows 8 Treiber und UI konsequent. Dabei wird das User Interface als App umgesetzt, die aufgerufen werden kann, wenn aus einer Metro- oder einer Desktop-App heraus gedruckt werden soll. Hier kann dann eingestellt werden ob doppelseitig und in Farbe gedruckt werden soll. Auch der Füllstand von Tintenpatronen und Tonerkartuschen kann hier angezeigt werden. Dabei wird automatisch ein Metro- oder Desktop-Dialog aufgerufen.

Bietet der jeweilige Hersteller keine Konfigurations-App an, stellt Windows einen Standard-Dialog zur Verfügung, der mit jedem Drucker genutzt werden kann. Diese Standard-App kann aber durch eine druckerspezifische App komplett ersetzt werden.

XPS als zentrales Format

Microsoft nutzt sein Format XPS (XML Paper Specification), das Microsoft mit der ECMA zu einem offenen Standard entwickelt hat (ECMA Standard TC46, OpenXPS), als zentrales Format für sein Drucksystem. Alle Daten, die an das Drucksystem übergeben werden, wandelt dieses in XPS um. Beherrscht ein Drucker XPS, kann Windows die Daten direkt ohne weitere Umwandlung an den Drucker weiterreichen, es genügt der Klassentreiber. Liegt ein druckspezifische App vor, wird natürlich diese verwendet.

Über mitgelieferte Render-Filter werden auch andere Standarddruckersprachen wie Postscript und PCL vom Klassentreiber von Haus aus unterstützt.

Für Drucker, die keine der Standarddruckersprachen unterstützen, müssen spezielle Render-Filter erstellt werden, die dann meist nur eine kleine Zahl an Druckern unterstützen. für Windows 8 hat Microsoft einige solcher Filter geschrieben, um die derzeit und demnächst voraussichtlich populärsten Drucker zu unterstützen.

Microsoft geht aber aufgrund seiner Zusammenarbeit mit Druckerherstellern davon aus, dass viele neue Drucker es einfacher machen werden, den Klassentreiber zu verwenden.

In einem Blogeintrag beschreibt Adrian Lannin, einer der Leiter des Drucker-Teams bei Microsoft, die Details der neuen Druck-Architektur v4 von Windows 8. Eine konkrete Liste, welche Drucker unterstützt werden, enthält der Blogeintrag aber nicht.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Microsoft: Neue Druckarchitektur für Windows 8
  1.  
  2. 1
  3. 2


borg 26. Jul 2012

Das schöne an Vista u. W7 war, ich fand für alle meine tels schon etwas ältere Drucker...

borg 26. Jul 2012

immer noch besser als die Lösungen von Android, iPad und leider telweise auch Linux. Ich...

NochEinLeser 26. Jul 2012

Windows 7 war bisher das einzige Windows, mit dem ich keinerlei Probleme mit Druckern...

[gelöscht] 26. Jul 2012

SoniX 26. Jul 2012

Naja.. das wird auch nur funktionieren, wenn Windows die Drucker von Haus aus kennt. Bei...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Cloud-Ausfall
Eine AWS-Region als Single Point of Failure

Ein stundenlanger Ausfall der AWS-Cloud legte zentrale Dienste und sogar Amazon selbst teilweise lahm. Das zeigt die Grenzen der Cloud-Versprechen.
Ein Bericht von Sebastian Grüner

Cloud-Ausfall: Eine AWS-Region als Single Point of Failure
Artikel
  1. Euro NCAP: Renault Zoe mit katastrophalem Crash-Ergebnis
    Euro NCAP
    Renault Zoe mit katastrophalem Crash-Ergebnis

    Mit dem Renault Zoe sollte man keinen Unfall bauen. Im Euro-NCAP-Crashtest erhielt das Elektroauto null Sterne.

  2. Hohe Nachfrage: BMW plant Sonderschichten für den neuen i4
    Hohe Nachfrage
    BMW plant Sonderschichten für den neuen i4

    Das neue Elektroauto ist begehrt: Die Wartezeiten für den BMW i4 könnten ohne zusätzliche Produktion auf bis zu ein Jahr steigen.

  3. Wirtschaftsministerium Niedersachsen: Bisher gelten noch 56 KBit/s als Breitband
    Wirtschaftsministerium Niedersachsen
    "Bisher gelten noch 56 KBit/s als Breitband"

    Das Recht auf schnelles Internet und Universaldienstverpflichtung sind im neuen Telekommuniktionsgesetz (TKG) noch nicht bestimmt. Bisher gilt eigentlich ein absurder Wert aus der Vergangenheit.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Acer-Monitore zu Bestpreisen (u. a. 27" FHD 165Hz OC 199€) • Kingston PCIe-SSD 1TB 69,90€ & 2TB 174,90€ • Samsung Smartphones & Watches günstiger • Saturn: Xiaomi Redmi Note 9 Pro 128GB 199€ • Alternate (u. a. Razer Opus Headset 69,99€) • Release: Halo Infinite 68,99€ [Werbung]
    •  /