Microsoft: .Net Core erscheint unabhängig von seinen Werkzeugen

Die Entwicklung des Frameworks .Net Core ändert sich für Microsoft offenbar etwas zu schnell. Deshalb werden Kommandozeilenwerkzeuge und Anbindungen an Visual Studio erst nach der stabilen Veröffentlichung von Laufzeitumgebung und Bibliotheken erscheinen.

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Die Werkzeuge für .Net Core sind noch nicht fertig, das Framework dagegen schon.
Die Werkzeuge für .Net Core sind noch nicht fertig, das Framework dagegen schon. (Bild: .Net Foundation)

Eigentlich wollte das Team von ASP.Net das Framework vor zweieinhalb Jahren nur neu strukturieren, damit es modularer wird und besser auf Cloud-Diensten läuft, heißt es im .Net-Teamblog. Seit der Offenlegung des neuen .Net vor mehr als einem Jahr haben sich die Aufgaben des Teams und die Anwendungsbereiche von .Net aber wohl so schnell immer weiter verändert, dass Microsoft seine Produktstrategie dafür überarbeiten muss.

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Das Unternehmen kündigt deshalb nun an, dass Mitte Mai ein zweiter Release Candidate von .Net Core 1.0 und ASP.Net Core 1.0 erscheinen soll, der stabil ist und an dem sich bis zur finalen Veröffentlichung Ende Juni nur noch in Ausnahmefällen etwas ändern soll. Die zu den Frameworks dazugehörige Werkzeugsammlung wird zu diesem Zeitpunkt aber offiziell lediglich als Vorschau verfügbar sein.

Zu viele Veränderungen seit November 2015

Die Trennung des Frameworks mit Laufzeitumgebung, Kernbibliotheken und integrierten Compilern von den dafür vorgesehen Werkzeugen mag zwar ungewöhnlich erscheinen. Für Microsoft ist dies aber eine logische Konsequenz, die sich aus den Veränderungen von .Net Core ergibt. Denn seit dem Erscheinen von RC1 im November vergangenen Jahres habe sich .Net Core "ausgeweitet". Durch den Kauf von Xamarin sei das noch verstärkt worden.

Das Framework unterstützt nun etwa das Erstellen von nativen Kommandozeilen- und Serveranwendungen. Dieser Umbau habe schon den Plan für .Net Core selbst verzögert. Die Anpassung und Erstellung der neuen Werkzeuge benötigt nun offenbar noch mehr Zeit. In der Ankündigung heißt es außerdem, dass sich sowohl die Kommandozeilenwerkzeuge als auch die Anbindungen an Visual Studio und Visual Studio Code künftig noch weiter ändern werden. Diese sind damit von einem finalen Status wohl noch weit entfernt.

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Details zu einem Terminplan für die Veröffentlichung der .Net-Werkzeuge sind noch nicht bekannt.

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