Microsoft: Mixer soll schneller streamen als Youtube Gaming und Twitch

Microsoft hat seinen Streamingdienst Beam umbenannt und mit zusätzlichen Funktionen neu eröffnet. Das Angebot namens Mixer soll dank geringer Verzögerungen besonders interaktiv sein.

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Mixer fasst bis zur vier Streams zu einem Video zusammen.
Mixer fasst bis zur vier Streams zu einem Video zusammen. (Bild: Microsoft)

Im August 2016 hat Microsoft die Übernahme von Beam bekanntgegeben, nun ist das Streamingportal unter der Bezeichnung Mixer neu an den Start gegangen. Die Namensänderung war offenbar auch nötig, um international keine andere Marken zu verletzen. Gleichzeitig soll Mixer aber auch andeuten, dass fleißig gemischt wird, nämlich unterschiedliche Medien, Plattformen, Inhalte und was es sonst noch so gibt.

Ein Vorteil von Mixer ist laut Microsoft, dass es nicht die bei anderen Videoportalen üblichen Verzögerungen von 10 bis 20 Sekunden bei Live-Übertragungen gibt - der Vergleich im Firmenblog dürfte sich auf die Konkurrenten Youtube Gaming und Twitch beziehen. Damit soll es möglich sein, Spieler stärker in das Geschehen im Video einzubeziehen.

Microsoft nennt exemplarisch die Adventures von Telltale mit ihrer Crowd-Play-Funktion, bei der Zuschauer über Entscheidungen abstimmen können; allerdings haben die Ergebnisse nur Empfehlungscharakter, an die sich der Spieler-Streamer nicht zwingend halten muss. Das Team von Minecraft experimentiere derzeit ebenfalls, was mit Mixer in der Klötzchenwelt möglich ist.

Brettspiel so nebenbei ...

Interessant klingt auch die Option von Co-Streaming. Dabei können vier Spieler ihr Videobild zu einem Stream zusammenfassen - das können, müssen aber nicht die gleichen Titel sein. Praktisch ist das natürlich dann, wenn die Zuschauer tatsächlich vier Teilnehmern einer Multiplayer- oder Koop-Partie ohne größeren Aufwand über die Schulter blicken können.

Microsoft schlägt selbst auch etwas schrägere Sachen vor, etwa in einem der Fenster ein Brettspiel mit den Zuschauern zu spielen.

Unter anderem ist Mixer über die offizielle Webseite Mixer.com verfügbar. Außerdem ist der Dienst direkt in Xbox Live sowie in die Game-Tab von Windows 10 (Windows-Taste und G) eingebunden. Außerdem gibt es als Beta eine App: Unter Android ist sie öffentlich verfügbar, unter iOS nur auf Einladung über Testflight.

Mixer soll künftig wohl ziemlich zentral für das Streaming bei Microsoft sein: Das große Briefing von der Spielemesse E3 am 11. Juni 2017 erfolgt in 4K-Auflösung über den Dienst.

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