Microsoft: Mit der Blockchain gegen Urheberrechtsverletzungen

Forscher von Microsoft haben ein Blockchain-basiertes System entwickelt, mit dem Urheberrechtsverletzungen gegen Belohnung gemeldet werden können.

Artikel veröffentlicht am ,
Microsoft will illegale Kopien seiner Software gemeldet bekommen - per Blockchain.
Microsoft will illegale Kopien seiner Software gemeldet bekommen - per Blockchain. (Bild: Gerd Altmann/Pixabay)

Die Forschungsabteilung von Microsoft hat gemeinsam mit der Handelsplattform Alibaba und der Carnegie Mellon Universität/USA ein Blockchain-basiertes Belohnungssystem namens Argus vorgeschlagen, um Urheberrechtsverstößen zu begegnen. Das System soll es Freiwilligen ermöglichen, Urheberrechtsverstöße zu melden und dafür eine Belohnung zu erhalten.

Stellenmarkt
  1. SAP SD/MM Berater (m/w/x)
    über duerenhoff GmbH, Bremen
  2. Senior IT-Architektin / Senior IT-Architekt (w/m/d) im Geschäftsbereich Enterprise Resource ... (m/w/d)
    IT-Systemhaus der Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg
Detailsuche

Dazu nutzt Argus die Ethereum-Blockchain, was für Transparenz und Sicherheit sorgen soll, um beispielsweise missbräuchliche Meldungen und Fehler einzuschränken. Mit den bereits bestehenden "Piraterie-Bounties", also Prämien für gemeldete, illegale Inhalte der Software Alliance (BSA, früher Business Software Alliance) gibt es bereits ein ähnliches System, wie das Onlinemagazin Torrentfreak berichtet. Mitglieder der BSA sind unter anderem Apple, IBM, Microsoft und Symantec.

Dem Bounty-System der BSA fehlt es allerdings an Transparenz, was die Forschergruppe mit dem Vorschlag einer offenen Blockchain beheben will: "Industrieallianzen und Unternehmen führen Kampagnen zur Bekämpfung von Piraterie durch, deren Wirksamkeit jedoch aufgrund mangelnder Transparenz öffentlich in Frage gestellt wird. Wir glauben, dass eine vollständige Transparenz einer Kampagne notwendig ist, um die Menschen wirklich zum Melden zu motivieren", heißt es in dem Papier.

Das ganze System hängt an unveränderlichen Wasserzeichen

In dem Forschungspapier wird auch umfangreich auf die technischen Hintergründe eingegangen. Kopien sollen über ein einzigartiges Wasserzeichen bis zur Quelle zurückverfolgt werden. Die Forschergruppe geht davon aus, dass sich dieses nicht ohne eine erhebliche Qualitätsreduktion des Inhalts entfernen lässt.

Golem Akademie
  1. Microsoft Teams effizient nutzen
    25. Oktober 2021, online
  2. Mobile Device Management mit Microsoft Intune
    22.-23. November 2021, online
  3. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
Weitere IT-Trainings

Anhand des Wasserzeichens kann eine illegale Kopie gemeldet werden. Der Status der Lizenz ändert sich dadurch auf "beschuldigt". Dagegen kann der Lizenznehmer Einspruch einlegen, passiert dies nicht, ändert sich der Status auf "schuldig".

Das offene System soll zudem Mehrfach-Meldungen beispielsweise unter verschiedenen Pseudonymen, verhindern, weil dies die Belohnung verringere. Gleichzeitig soll jedoch die Anonymität der meldenden Personen gewahrt bleiben. Diese sollen für jede bestätigte Meldung einen minimalen Belohnungsbetrag erhalten, der zudem sofort ausbezahlt werden könne, heißt es in dem Papier.

Blockchain für Entwickler: Das Handbuch für Software Engineers. Grundlagen, Programmierung, Anwendung. Mit vielen Praxisbeispielen

Ob Microsoft das System wirklich adaptiert, bleibt offen. Ende letzten Jahres ging das Unternehmen mit Hilfe des Urheberrechts gegen die die Kontrollserver der Schadsoftware Trickbot vor. Durch einen entsprechenden Gerichtsbeschluss konnte Microsoft die Server vom Netz nehmen lassen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


qerbero2 17. Aug 2021 / Themenstart

Ja, aber viel zu aufwendig für die Masse.

ApfelTasche 17. Aug 2021 / Themenstart

.. einen Cent (der in ( D ) ) versteuert werden muss.

franzropen 17. Aug 2021 / Themenstart

Wird der Lizenznehmer benachrichtigt wenn der Status auf beschuldigt gesetzt wird oder...

Sharra 17. Aug 2021 / Themenstart

Der größte Schuft im ganzen Land, ist und bleibt der Denunziant.

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Internet der Dinge
Temperaturmesser Marke Eigenbau

Sensordaten lassen sich kostengünstig per Lorawan versenden. Wir zeigen, wie sich ein Temperatursensor per TTN nutzen lässt.
Eine Anleitung von Dirk Koller

Internet der Dinge: Temperaturmesser Marke Eigenbau
Artikel
  1. Five9: US-Regierung prüft Zoom-Übernahme auf Sicherheitsrisikos
    Five9
    US-Regierung prüft Zoom-Übernahme auf Sicherheitsrisikos

    Die Übernahme von Five9 für fast 15 Milliarden US-Dollar wird wegen vermeintlichen nationalen Sicherheitsinteressen in den USA überprüft.

  2. CMOS-Batterie: Firmware-Update hat PS4 offenbar vor ewigem Aus gerettet
    CMOS-Batterie
    Firmware-Update hat PS4 offenbar vor ewigem Aus gerettet

    Sony hat mit Firmware 9.0 für die Playstation 4 ein großes Problem gelöst: eine leere CMOS-Batterie kann die Konsole nicht mehr zerstören.

  3. Regner Cooling System: Gehäuse made in Germany kostet 1.700 Euro
    Regner Cooling System
    Gehäuse made in Germany kostet 1.700 Euro

    Das Regner Cooling System wird aus Aluminium gebaut und integriert eine Wasserkühlung gleich mit. Das wird allerdings teuer.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Black Week bei NBB: Bis 50% Rabatt (u. a. MSI 31,5" Curved WQHD 165Hz 350€) • Gran Turismo 7 25th Anniversary PS4/PS5 vorbestellbar 99,99€ • Samsung T7 Portable SSD 1TB 105,39€ • PS5 bei Amazon zu gewinnen • Astro Gaming A20 + Deathloop PS5 139,99€ [Werbung]
    •  /