Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Microsoft: Mindestens vier Schwierigkeitsgrade für Barrierefreiheit

Schriftgrößen, Schwierigkeitsgrade und Sound: Die Xbox Accessibility Guidelines wurden überarbeitet – damit Spiele barrierefrei werden.
/ Peter Steinlechner
7 Kommentare undefined News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Xbox auf der Spielemesse E3 2019 (Bild: Christian Petersen/Getty Images)
Xbox auf der Spielemesse E3 2019 Bild: Christian Petersen/Getty Images

Seit Anfang 2019 gibt es die Xbox Accessibility Guidelines: Das sind Empfehlungen, mit denen Spieleentwickler ihre Werke möglichst barrierefrei gestalten können, damit auch Kunden mit Behinderungen viel Spaß haben.

Jetzt gibt Microsoft in seinem Blog bekannt, dass diese Empfehlungen überarbeitet und erweitert wurden. Nach Angaben des Konzerns soll es dadurch einfacher werden, die Games im Hinblick auf Elemente wie Schriftgrößen, Farben, Audiohinweise, die Benutzerführung oder den Schwierigkeitsgrad zu optimieren.

Es gibt nun klarere Empfehlungen als bislang(öffnet im neuen Fenster) . Exemplarisch heißt es jetzt etwa beim Schwierigkeitsgrad, dass es mindestens vier Stufen mit spürbar unterschiedlichen Herausforderungen geben sollte.

Idealerweise sollte sich die Schwierigkeit von Elementen wie Rätseln oder Kämpfen separat einstellen lassen. Speichern sollte jederzeit möglich sein.

Einige der Empfehlungen sind sehr klar, etwa wenn es um die Schriftgrößen geht: Die sollten in einer Konsolenversion mindestens 26 Pixel bei einer 1080p-Auflösung und 52 Pixel bei einer 4K-Auflösung betragen. Am PC genügen nach Auffassung von Microsoft dagegen 18 Pixel in 1080p und ebenfalls das Doppelte unter 4K.

Anzeige

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Microsoft schreibt in seinem Beitrag(öffnet im neuen Fenster) , dass es nach Angaben des Branchenverbands ESA Foundation allein in den USA rund 46 Millionen Spieler mit Behinderungen gebe – es geht also auch um sehr viel Geld. Entwickler können PC- und Xbox-Games bei Microsoft einreichen, um sie auf Barrierefreiheit prüfen zu lassen.

The Last of Us 2 – Fazit
The Last of Us 2 – Fazit (02:04)

Als Goldstandard für Barrierefreiheit gilt übrigens derzeit das für die Playstation 4 veröffentlichte The Last of Us 2. Darin finden sich umfangreiche Audiohilfen, eine Bildschirmlupe und Fehlsichtigkeitsmodi. Wer mag, kann sich etwa jeden Bildschirmtext vorlesen lassen – das dauert etwas, aber funktioniert.

Für blinde Spieler oder solche mit sehr geringer Sehkraft gibt es die Option, die Rätsel zu überspringen. Zusätzlich lassen sich in Kämpfen bestimmte Gegnermanöver deaktivieren, so dass die Feinde etwa nicht flankieren oder weniger präzise Schüsse abgeben.


Relevante Themen