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Microsoft: Microsoft baut Xbox-Führung um

Phil Spencer verlässt das operative Geschäft, Microsoft setzt künftig wohl noch stärker auf Plattform- und KI-Strategie rund um Xbox .
/ Peter Steinlechner
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Phil Spencer auf einer Spielemesse (Bild: Kevork Djansezian/Getty Images)
Phil Spencer auf einer Spielemesse Bild: Kevork Djansezian/Getty Images

Microsoft richtet seine Gaming-Organisation neu aus: Xbox-Chef Phil Spencer zieht sich im Sommer 2026 aus dem operativen Geschäft zurück und bleibt nur noch übergangsweise als Berater. Gleichzeitig verlässt auch Xbox-Präsidentin Sarah Bond das Tagesgeschäft.

Die Leitung der Sparte übernimmt künftig Asha Sharma aus Microsofts Core-AI-Organisation, während Studios-Chef Matt Booty zum Chief Content Officer aufsteigt und alle Entwicklerstudios bündelt. Grundlage sind interne Mitteilungen, über die unter anderem Game File berichtet(öffnet im neuen Fenster) .

Spencer habe den Schritt bereits im vergangenen Herbst angekündigt, der Übergang sei "bewusst vorbereitet" worden, erklärt CEO Satya Nadella. Gaming bleibe ein zentraler Bestandteil des Konzerns und erreiche inzwischen "über 500 Millionen monatlich aktive Nutzer".

In einer Mitteilung nennt Spencer selbst seine Zeit an der Spitze "das Privileg meines Lebens" und spricht von einem neuen Abschnitt, für den ein stabiler Übergang wichtig sei.

Spieleabo statt Hardware

Inhaltlich passt der Umbruch zur Entwicklung der vergangenen Jahre. Unter Spencer wandelte sich Xbox von einer primär hardwaregetriebenen Marke zu einer plattformübergreifenden Infrastruktur.

Dazu gehören PC-Versionen parallel zur Konsole, Cloud-Streaming, das Spieleabo Game-Pass-Abo und die milliardenschwere Übernahme von Activision Blizzard. Klassische Konsolenverkäufe verloren relativ an Bedeutung gegenüber Nutzerzahlen und Diensten.

Dass mit Sharma nun eine Managerin aus dem KI- und Plattformgeschäft übernimmt und gleichzeitig Bond ausscheidet, gilt als Signal für die nächste Phase. Microsoft versteht Xbox offenbar zunehmend als Dienst und Ökosystem statt als einzelne Gerätekategorie. Hardware bleibt Teil des Angebots, steht aber weniger im Mittelpunkt als Entwickler-Tools, Cloud und geräteübergreifender Zugriff.


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