Microsoft: Microsoft baut Copilot zur Agentenplattform um
Microsoft hat eine überarbeitete Version seines KI-Assistenten Copilot vorgestellt(öffnet im neuen Fenster). Die Copilot-App erhält demnach drei neue Bereiche: Home, Code und Autopilot. Home und Code starten laut Microsoft bereits in den kommenden Wochen im Frontier-Programm.
Home dient als neuer Startpunkt. Dort führt Microsoft den Chat für schnelle Fragen und Cowork für komplett delegierte Aufgaben zusammen. Mit Office in Copilot stecken zudem Word, Excel und Powerpoint direkt in der Oberfläche. Copilot erstellt dort bearbeitbare Dokumente, Tabellen und Präsentationen. Änderungen von Kollegen erscheinen live.
Code richtet sich nicht nur an Entwickler. Nutzer beschreiben darin etwa eine App, ein Dashboard oder eine Automatisierung in natürlicher Sprache und Copilot baut sie. Code setzt dabei auf dieselbe Technik wie Github Copilot, läuft in einer Sandbox und lässt sich im eigenen Microsoft-365-Tenant hosten. Abonnenten von Microsoft 365 Premium und Pro sollen noch in diesem Jahr eine Vorschau erhalten.
Autopilot arbeitet ohne neue Anweisungen
Autopilot hieß bisher Scout. Der Agent erhält eine eigene Identität, ein Gedächtnis und einen eigenen Arbeitsbereich. Nutzer geben ihm bei der Einrichtung Namen, Rolle und Ziel. Danach beobachtet er Teams-Kanäle, fasst bei offenen Punkten nach und erledigt wiederkehrende Aufgaben. Als Beispiel nennt Microsoft eine komplette Lieferantenprüfung samt Terminplan und Rückfragen bei Beteiligten. Da Autopilot in der Cloud läuft, arbeitet er auch beispielsweise nachts weiter, unabhängig vom PC des Nutzers. Ende September soll er in eine private Vorschau gehen.
Agenten rechnet Microsoft nach Verbrauch ab
Schnelle Antworten oder erste Entwürfe deckt weiterhin eine Nutzerlizenz zum Festpreis ab. Kosten für Cowork, Code, Autopilot und Frontier-Modelle wie Astra und Fable berechnet Microsoft dagegen nach Verbrauch. Unter dem Namen Finops for AI erhalten Admins Werkzeuge zur Kostenkontrolle. Sie legen darin zum Beispiel Ausgabenrichtlinien fest, leiten Credit-Anfragen in Freigabeprozesse und bestimmen, welche Modellfamilien einzelnen Gruppen zur Verfügung stehen.
Im Oktober soll zudem Today in die private Vorschau gehen. Die Funktion bündelt Mails, Termine, Teams-Threads und Aufgaben und legt Antwortentwürfe und Terminvorschläge bereit. Wie Techradar anmerkt(öffnet im neuen Fenster), veröffentlichte Microsoft allerdings keine unabhängigen Daten zu Nutzung, Genauigkeit oder Zeitersparnis.
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