Microsoft: Massive Störungen bei Skype behoben

Nutzer des Messengers Skype hatten massive Probleme mit dem Dienst und konnten ihn nicht oder nur eingeschränkt nutzen. Inzwischen erholt sich der Dienst. Möglicherweise traten Probleme mit der DNS-Infrastruktur auf, was auch schon andere Dienste lahmgelegt hat.

Artikel veröffentlicht am ,
Skype ist offenbar in Europa von massiven Störungen betroffen.
Skype ist offenbar in Europa von massiven Störungen betroffen. (Bild: Downdetector/Openstreetmap-Mitwirkende)

Seit Montagabend, 19. Juni, sind vermehrt Probleme mit dem Skype-Messenger von Microsoft aufgetreten. Nach einer kurzen Besserung über Nacht war der Dienst aber auch noch am darauffolgenden Dienstag vor allem in Europa gestört. Das Skype-Team bestätigt die Ausfälle kurz auf seiner Webseite und gibt an, das Problem inzwischen weitgehend behoben zu haben.

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Zu dem Fehlerbild schreibt das Team: "Wir sind uns eines Vorfalls bewusst, in dem die Benutzer entweder die Verbindung mit der Anwendung verlieren und möglicherweise keine Nachrichten senden oder empfangen können. Einige Benutzer werden nicht in der Lage sein, den schwarzen Balken zu sehen, der ihnen anzeigt, dass ein Gruppenruf läuft, und längere Verzögerungen beim Hinzufügen von Benutzern zu ihrer Buddy-Liste treten auf".

Am Dienstagabend meldetet das Team schließlich: "Wir haben einige Korrekturen an der Konfiguration vorgenommen und die Auswirkungen gemildert. Wir werden den Vorgang weiterhin überwachen und wir werden ein Update veröffentlichen, wenn das Problem vollständig behoben ist". Nutzer berichten zwar davon, dass der Dienst wieder funktioniert und auch die Fehlermeldungen auf entsprechenden Portalen gehen zurück, doch die Betreiber scheinen sich noch nicht ganz sicher zu sein, dass das Problem vollständig behoben ist.

Eventuell Fehler beim DNS

Die Verbindungsprobleme traten bei einem kurzen Test in der Redaktion auch mit dem Webclient von Skype auf. Der mögliche Fehler wurde dabei relativ schnell klar: In der Javascript-Konsole bekamen wir 404- und 500-HTTP-Fehler der Domain client-s.gateway.messenger.live.com angezeigt. Diese ist ein Alias von db5-client-s.msnmessenger.msn.com.akadns.net und die Domain gehört zur IP-Adresse 40.77.226.194. Laut Whois-Eintrag gehört die IP-Adresse zu "Microsoft Routing, Peering, and DNS".

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Aus dieser wohlgemerkt sehr kurzen und oberflächlichen Analyse lässt sich also schließen, dass der Dienst augenscheinlich Probleme mit seiner DNS-Infrastruktur oder auch mit dem Routing hatte. Erst im vergangenen Oktober sorgte ein Denial-of-Service-Angriff auf die DNS-Infrastruktur des Anbieters Dyn für massive Ausfälle unter anderem bei Amazon, Github und Level3. Damals ist der Angriff wohl durch ein Botnetz aus unsicheren Geräten für das Internet of Things ausgeführt worden.

Nachtrag vom 21. Juni 2017, 12:22 Uhr

Die Probleme bei Skype sind inzwischen weitgehend behoben. Wir haben den Artikel angepasst. Wir haben außerdem Microsoft um eine Stellungnahme gebeten und noch keine Antwort erhalten.

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twothe 21. Jun 2017

Lang und informativ: Skype hat zumindest was Chats angeht eine Ende-zu-Ende...

twothe 21. Jun 2017

Ich benutze Skype, alle meine Freunde benutzen Skype... also mich interessierts.

narea 21. Jun 2017

Tox hat das Problem, dass es massivst Bandbreite und Volumen braucht, da dein PC ständig...

Hoerli 21. Jun 2017

Nutze für Voice-Chat mein TS3 Server, den ich selbst hoste und daher nie Probleme habe...

bioharz 21. Jun 2017

Skype war mal peer to peer und somit dezentral... Bevor ms sie gekauft hat... Gut...



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