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Microsoft: LTE-Laptops für Schüler kosten 200 US-Dollar

Die Coronakrise sorgt für einen Schwung billiger LTE - Notebooks mit Windows 10 , leistungsfähig sind diese allerdings nicht.
/ Marc Sauter
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Expertbook BR1100 (Bild: Asus)
Expertbook BR1100 Bild: Asus

Microsoft hat zusammen mit seinen Partnern mehrere Billig-Laptops(öffnet im neuen Fenster) vorgestellt, die für Schüler gedacht sind. Die Geräte wurden der virtuellen Bildungskonferenz Bettfest 2021 präsentiert, alle haben ein 4G-Modem für LTE-Mobilfunk integriert.

Mit Blick auf die Coronakrise sind günstige Notebooks für Homeschooling stark nachgefragt, wobei Microsoft eine wichtige Rolle spielt: Die Teams-Plattform wird von vielen Schulen, beispielsweise in Bayern, für den Digitalunterricht als Videokonferenzsystem verwendet und läuft prinzipiell auf den Billiglaptops.

Neu vorgestellt wurden das Acer Travelmate B3 (ab 240 US-Dollar), das Acer Travelmate Spin B3 (ab 330 US-Dollar), das Asus Expertbook BR1100 (ab 280 US-Dollar), das JP-IK Leap T304 (ab 185 US-Dollar) und das JP.IK Leap Connect T304 (ab 230 US-Dollar). Allen ist gemein, dass sie entweder auf einer Atom-Plattform wie Gemini Lake oder Jasper Lake basieren oder einen Snapdragon 7c nutzen.

Asus zeigt Expertbook BR1100 für Schüler
Asus zeigt Expertbook BR1100 für Schüler (01:30)

Die Ausstattung fällt mit 4 GByte RAM und meist 64 GByte Speicherplatz – oft als lahme eMMC – mager aus, auch beim Display der Geräte wird mit 11,6 Zoll und 1.366 x 768 Pixeln wenig geboten. Ein ähnliches Notebook bietet Aldi an, das Akoya E11202 kostet 200 Euro. Für diesen Laptop ist allerdings kein LTE-Modem vorgesehen, die Internetverbindung erfolgt via WLAN respektive Tethering über das Smartphone.

Generell erinnern die Billig-Notebooks an die Ära der Netbooks wie Asus' Eee-PCs, die sich ab 2007 aufgrund des niedrigen Preises großer Beliebtheit erfreuten. Damals wie heute lag und liegt der Fokus auf einfachen Aufgaben wie Web-Apps/Browsing, Videokonferenzen, Medienwiedergabe und Textverarbeitung. Für anspruchsvollere Workloads reicht die Geschwindigkeit der Atom-Chips und des knapp bemessenen RAMs nicht aus.


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