Microsoft: Linux-Kernel bekommt Samsungs aktuellen Exfat-Treiber

Statt eines "willkürlichen Schnappschusses" landet nun der aktuelle Code von Samsungs Exfat-Treiber im Linux-Kernel. Microsoft hatte zuvor den Weg dafür frei gemacht.

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Der Exfat-Treiber im Linux-Kernel wird ersetzt und bekommt eine offizielle Pflege durch Samsung.
Der Exfat-Treiber im Linux-Kernel wird ersetzt und bekommt eine offizielle Pflege durch Samsung. (Bild: Benjamin Thompson/Flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Der Betreuer für die Dateisystem-Infrastruktur im Linux-Kernel, Al Viro, hat Samsungs aktuellen Treiber-Code für Exfat in seinen Entwicklungszweig aufgenommen. Eine Veröffentlichung mit der übernächsten Linux-Version 5.7 ist damit so gut wie sicher. Diese Kernel-Version erscheint vermutlich Anfang Juni dieses Jahres.

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Mit der im vergangenen November veröffentlichten Version 5.4 verfügt der Linux-Kernel erstmals offiziell über einen Exfat-Treiber. Der Code dazu basiert auf dem vor Jahren geleakten Treiber von Samsung, den der Hersteller in seinen Android-Smartphones nutzt. Trotz der freien und lizenzkonformen Verfügbarkeit konnte der Treiber damals wegen der damit verbundenen Patente Microsofts aber nicht in den Hauptzweig integriert werden. Möglich gemacht wurde die Aufnahme erst durch die Entscheidung Microsofts, diese Patente in die Obhut des Open Invention Networks (OIN) zu übergeben und damit der Linux-Community die Verbreitung zu ermöglichen.

Diesen bereits veröffentlichten Code beschreibt der Samsung-Entwickler Namjae Jeon jedoch als älteren "willkürlichen Schnappschuss". Im Unterschied dazu handelt es sich bei dem nun von Viro aufgenommenen Code um die aktuellen Arbeiten von Samsung, die in den vergangenen Monaten mit Hilfe der Linux-Community intensiv überarbeitet wurden.

Eben diesen nun aktuellen Treiber will Samsung künftig als Hauptquelle der Exfat-Codebasis behandeln. Das heißt, sämtliche neuen Funktionen oder auch Bugfixes sollen erst in diesen Hauptzweig eingepflegt werden, bevor sie in den Kernel-Zweigen der Android-Smartphones von Samsung landen. Dies sollte dazu führen, dass künftig auch andere Android-Hersteller einfach diesen Treibercode für ihre Geräte nutzen und verteilen können.

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nille02 10. Mär 2020

An welchen Fronten sind sie denn? Laut Wikipedia sind die letzten Kampagnen der FSF eher...

Kein Kostverächter 10. Mär 2020

ext4 und NTFS sind aber beide nicht besonders gut für externe Flashspeicher geeignet...



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