Microsoft: Laufzeitumgebung .NET 5 kommt 2020
Für das Jahr 2020 kündigt Microsoft ein neues .NET-Framework an. Die im kommenden Jahr erscheinende .NET-5-Entwicklungs- und Laufzeitumgebung soll sich sowohl für Server als auch für kleinere Geräte des Internet of Things eignen. Für Letzteres wird .NET 5 einen Ahead-of-Time Compiler (AOT) bieten. Der Vorteil von AOT ist laut Microsoft der geringere Bedarf an Ressourcen. Zudem starten .NET-AOT-Anwendungen schneller. Für mobile und IoT-Geräte ist die Nutzung von AOT Pflicht.
Für Server- und Desktopanwendungen wird es einen Just-in-Time Compiler (JIT) geben. Der Vorteil dieser Lösung ist, dass Anwendungen schneller arbeiten. JIT-Programme nutzen also das Mehr an Rechenleistung und Speicherplatz aus. Dieser Punkt ist bei Servern oder Desktops offenbar weniger kritisch.
Versuche mit der AOT-Kompilierung von .Net gibt es bereits seit Längerem: so etwa .NET Native, das 2014 vorgestellt wurde. Die freie .NET-Implementierung Mono konnte das sogar schon 2006. Derzeit wird im Rahmen von .NET CoreRT(öffnet im neuen Fenster) wieder die Infrastruktur JIT-Compilers Ryujit für die AOT-Kompilierung verwendet. Mit Projekten wie LLILC gibt es zudem darüber hinausgehende Initiativen.
Verbesserungen soll es auch in der Entwicklungsumgebung geben. Microsoft verspricht einheitliche Werkzeuge für unterschiedliche Entwicklungsmodelle. Das Framework .NET 5 wird als Entwicklungsumgebung weiterhin als plattformübergreifende Lösung angepriesen. Egal ob ASP.NET, Xamarin für iOS oder Android, Windows-Rechner oder plattformübergreifende IoT: in allen Bereichen soll .NET 5 als Entwicklungsumgebung funktionieren.
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