Microsoft Kinect Hack: Übi macht die Wand zum Touchscreen

Entwicklern und Tüftlern gefällt Microsofts Kinect-Sensor: Mittlerweile gibt es zahlreiche Beispiele dafür, wie die Bewegungssteuerung eingesetzt werden kann, die nicht von Microsoft stammen. Das Münchner Startup Übi Interactive(öffnet im neuen Fenster) hat eine neue Anwendung für den Sensor gefunden. Die Entwickler machen daraus einen Touchscreen, der sich auf fast jeder Oberfläche einsetzen lässt.
Alles, was dazu benötigt wird, sind der Kinect-Sensor, ein Windows-PC, ein Beamer und die Software von Übi. In einem Video(öffnet im neuen Fenster) zeigt das Startup, wie es sich eine Anwendung seiner Entwicklung vorstellt. Bei Präsentationen kann sie ebenso eingesetzt werden wie bei einem Zeichenprogramm.

Das System von Übi besteht aus einer Hardware- und einer Softwarekomponente. Durch die Verwendung des Tiefensensors am Projektor (Hardware) erkennt das Programm von Übi (Software), wo der Nutzer gerade seine Hand hat und welche Geste damit ausgeführt wird. Das Programm übermittelt die Geste an die gerade ausgeführte Anwendung, die den Befehl dann umsetzt. Dazu ist keine zusätzliche Hardware nötig.
Nutzer, die einen Windows-PC, einen Projektor und Microsofts Kinect besitzen, brauchen also nur noch die Software von Übi, um ihre Wand in einen Touchscreen zu verwandeln. Laut Arstechnica(öffnet im neuen Fenster) soll die Software des Münchner Unternehmens 500 US-Dollar kosten, was umgerechnet etwa 400 Euro sind.
Übi Interactive ist Teil des Kinect-Accelerator-Programms . In dessen Rahmen haben verschiedene Startups 20.000 US-Dollar und das Windows SDK von Microsoft erhalten. Damit will Microsoft auch Newcomern eine Chance geben, ihre Ideen umzusetzen.



