Microsoft: KI-Framework kommt auf Windows-10-Endgeräte

Entwickler können mit der nächsten Windows-10-Version ihre Projekte mit trainierten maschinellen Lernmodellen ergänzen. Das neue Windows-ML-Framework ermöglicht deren Ausführung auf dem Heim-PC und wohl sogar auf dem Raspberry Pi - ohne Cloud-Anbindung.

Artikel veröffentlicht am ,
Windows 10 wird nativ Machine Learning ausführen können.
Windows 10 wird nativ Machine Learning ausführen können. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de/Pixabay.com/Montage: Golem.de)

Das nächste große Funktionsupdate 1803 von Windows 10 wird auch ein neues Machine-Learning-Framework einführen. Dieses hat Microsoft auf seinem Developer Day 2018 vorgestellt. Das Unternehmen will dadurch das hardwarebeschleunigte Ausführen von verschiedenen Machine-Learning-Modellen (Inferencing) auf seinem Betriebssystem ermöglichen. Dazu wird die Hardware des Host-PCs statt Cloud-Ressourcen verwendet. Das Trainieren solcher Systeme ist jedoch weiterhin nur durch kombinierte Ressourcen innerhalb eines Cloud-Rechenzentrums möglich.

Stellenmarkt
  1. DevOps Software Engineer im Bereich "Software Factory" (m/w / divers)
    Continental AG, Frankfurt
  2. Team-Leiter:in (w/m/d) für die Informations- und Kommunikationstechnik
    Hochschule Aalen, Aalen
Detailsuche

Das Ziel soll es werden, Entwicklern der Universal Windows Platform trainierte KI-Systeme für ihre Softwareprojekte zu geben - nach dem Vorbild bereits vorhandener Machine-Learning-Algorithmen wie Bings Kontextsuche, automatisierter Videoerstellung in Photos oder auch einer selbst zeichnenden KI. Gleichzeitig sollen sich solche Programme auf sehr kleine Geräte skalieren lassen. Microsoft spricht von Internet-of-Things-Hardware wie dem Raspberry Pi 3. Windows ML wird gängige Hardwarestandards, DirectX 12 für Grafikeinheiten und CPU-Instruktionen bis AVX-512, unterstützen.

Es ist kein Zufall, dass diese Ankündigung kurz nach den Neuigkeiten bei Microsofts Azure-basierter AI-Plattform folgt. Denn darüber können sich Modelle trainieren lassen, die später eben auf Clients selbst ausgeführt werden. Endgeräte sollen auch zum Sammeln von Trainingsdaten und zum Evaluieren von maschinellen Lernmodellen genutzt werden können. Das spare Bandbreite und soll gerade für Edge Computing sinnvoll sein, wenn ein IoT-Gateway diverse Daten angeschlossener Sensoren lokal analysiert.

ONNX für plattformübergreifendes Machine Learning

Microsoft ist Mitbegründer des Industriestandards ONNX, der Machine-Learning-Modelle vereinheitlichen und plattformübergreifend kompatibel machen soll. Auch das Windows-ML-Framework soll diesem Standard folgen. Die integrierte Entwicklungsumgebung Visual Studio wird in der Preview-Version 15.7 ONNX-Dateien unterstützen. Nutzer können diese in ein Projekt importieren und das Programm erstellt nutzbare Programmierschnittstellen von selbst. Diese Funktion soll auch für die AI-Tools für Visual Studio kommen.

  • Windows 10 ML nutzt Standardhardware auf Client-PCs. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Per M.2-Karte kann die KI-Berechnung beschleunigt werden. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
  • Ein Beispielprogramm (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
Windows 10 ML nutzt Standardhardware auf Client-PCs. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
Golem Karrierewelt
  1. Adobe Premiere Pro Grundkurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    27./28.10.2022, Virtuell
  2. Adobe Photoshop Aufbaukurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    06./07.10.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Hardwarehersteller AMD, Intel, Nvidia und Qualcomm haben allesamt eine Partnerschaft mit Microsoft angekündigt. Diese wollen ihre Grafikkarten und Prozessoren mit Microsofts ML-Framework für Windows 10 optimieren. Qualcomm will das mit einer AI-Engine erreichen, die auf dem Snapdragon-835-Chip läuft. Intel baut spezielle KI-Chips mit der Bezeichnung Myriad X, die im Sommer 2017 vorgestellt wurden. Dieser soll gerade für Bildverarbeitung optimiert sein und kann in herkömmliche Computer als Steckkarte eingebaut werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Neue Grafikkarten
Erste Preise für Nvidias Geforce RTX 4090 aufgetaucht

Der US-Händler Newegg gibt einen Blick auf die Preise der Nvidia-Ada-Grafikkarten. Sie werden teurer als die Geforce RTX 3090 zuvor.

Neue Grafikkarten: Erste Preise für Nvidias Geforce RTX 4090 aufgetaucht
Artikel
  1. Smart Home Eco Systems: Was unterscheidet Alexa von Homekit von Google Home?
    Smart Home Eco Systems
    Was unterscheidet Alexa von Homekit von Google Home?

    Alexa, Homekit, Google Home - ist das nicht eigentlich alles das Gleiche? Nein, es gibt erhebliche Unterschiede bei Sprachsteuerung, Integration und Datenschutz. Ein Vergleich.
    Eine Analyse von Karl-Heinz Müller

  2. Hideo Kojima: Es sollte ein Death-Stranding-Spiel für Google Stadia geben
    Hideo Kojima
    Es sollte ein Death-Stranding-Spiel für Google Stadia geben

    Hideo Kojima arbeitete am Exklusivtitel für Stadia. Das wurde vorzeitig eingestellt, auch weil Google nicht an Einzelspieler-Games glaubte.

  3. Superbase V: Zendures Solarstation mit 6.400 Wh kommt mit hohem Rabatt
    Superbase V
    Zendures Solarstation mit 6.400 Wh kommt mit hohem Rabatt

    Vor dem Verkaufsstart über die eigene Webseite verkauft Zendure seine Superbase V über Kickstarter - mit teilweise fast 50 Prozent Rabatt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Razer DeathAdder V3 Pro 106,39€ • Alternate (u. a. Kingston FURY Beast RGB 32 GB DDR5-6000 226,89€, be quiet! Silent Base 802 Window 156,89€) • MindFactory (u. a. Kingston A400 240/480 GB 17,50€/32€) • SanDisk microSDXC 400 GB 29,99€ • PCGH-Ratgeber-PC 3000 Radeon Edition 2.500€ [Werbung]
    •  /