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Microsoft: Kabellose Controller und id@Xbox auch für Windows 10

GDC 2015
PC-Spieler oder Konsolengamer? Wenn es nach Microsoft geht, ist das bald egal: Künftig sollen möglichst viele Spiele plattformübergreifend laufen. Die Firma hat Beispieltitel und weitere Pläne für die Veröffentlichung von SDKs und APIs sowie das Zusammenführen der Plattformen vorgestellt.
/ Peter Steinlechner
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Phil Spencer, Head of Xbox bei Microsoft, auf der GDC 2015 (Bild: Peter Steinlechner/Golem.de)
Phil Spencer, Head of Xbox bei Microsoft, auf der GDC 2015 Bild: Peter Steinlechner/Golem.de

Für viele leidenschaftliche Spieler ist es nicht unwichtig, welcher Plattform sie sich zugehörig fühlen: Ein echter PC-Zocker fasst nur im Notfall eine Konsole an, und ein Casualgame auf einem Smartphone kommt schon gar nicht in seine Hosentasche. Entwickler sehen das meist anders: Wer – je nach Einkommensklasse – Geld für die Mietwohnung oder die Luxusvilla verdienen muss, der freut sich, wenn er das Spiel, auf das er stolz ist und in das er viel Arbeit gesteckt hat, an möglichst viele Kunden verkaufen kann.

Plattformübergreifendes Spielen – Windows 10
Plattformübergreifendes Spielen – Windows 10 (04:27)

Einmal entwickeln, ein potenziell vielfaches Einkommen und damit auch mehr Sicherheit für riskante und Nischenprojekte: Das war bei einem Vortrag des Microsoft(öffnet im neuen Fenster)-Managers Phil Spencer unterschwellig das Hauptargument, mit dem er auf der GDC 2015 die Entwickler für seine Multiplattformpläne gewinnen will.

Spencer gab bekannt, dass Microsoft im Laufe des Jahres ein Zubehörteil für PCs anbieten werde, mit dem PC-Spieler den Controller der Xbox One auch drahtlos verwenden könnten. Details nannte er noch nicht.

Eher am Rande ging er auch auf DirectX-12 ein, das seinen Angaben zufolge auf PCs bei einem typischen Spiel wie Fable Legends rund 20 Prozent mehr Leistung ermögliche. Allzu viel Neues zu der Schnittstelle hatte Microsoft auf der GDC übrigens nicht in petto, nachdem es in den vergangenen Monaten bereits recht umfangreiche Informationen gegeben hatte.

Stattdessen hat Phil Spencer bekanntgegeben, dass ab sofort eine frühe Version des Xbox Live SDK auch für Windows-Entwickler bereitsteht. Wer zu den Early Adopters gehört, kann also jetzt die APIs etwa für die Shops – dazu gleich mehr – und die anderen Plattformen ausprobieren, also vor allem PC und Smartphone. In den nächsten Monaten werden die APIs für immer mehr Entwickler zugänglich sein. "Was wir für Xbox Live aufgebaut haben, kommt auch zu Windows 10", so Spencer.

API für Hololens erscheint bald

Auch die API für die Augmented-Reality-Brille Hololens soll demnächst im Rahmen eines Windows-10-SDK verfügbar sein. Einige der hauseigenen Studios arbeiten laut Spencer bereits an Spielen. Zwar sei das Gadget aber auch für den professionellen Einsatz in der Wirtschaft gedacht – aber "die Nummer eins beim Kundeninteresse und beim Geldverdienen ist letztlich immer das Gaming", so Spencer.

Fable Legends – DirectX 12 Techdemo von Lionhead
Fable Legends – DirectX 12 Techdemo von Lionhead (01:30)

Ein zentrales Instrument für Entwickler soll das Universal Development Center werden: So nennt Microsoft derzeit das Frontend, über das alle Arten von Software vertrieben werden. Wenn also ein Entwickler im Idealfall mit wenigen Mausklicks eine Version seines Spiels für Konsole, Windows 10 und Windows Phone kompiliert hat, kann er sie über das Universal Development Center vermarkten.

Dort soll er eigenständig – ohne Einmischung durch Microsoft – bestimmen können, in welchen Regionen welche Fassung für welche Plattform zur Verfügung steht; auf technische Gegebenheiten wie unterschiedliche Eingabegeräte müssen sie dabei selbstverständlich Rücksicht nehmen, auch wenn sich die Versionen aus programmiertechnischer Sicht noch so sehr ähneln.

Wenn die Entwickler das so festlegen, sollen Spieler ein Programm einmal kaufen und dann auf allen möglichen Plattformen ausführen können. Fest geplant ist das für Pinball FX 2, dessen Tische auf Windows 10 und Xbox One bereitstehen sollen.

Die Entwickler des Indiestudios Motiga haben das für ein kommendes, sogar über die Plattformen hinweg spielbares Moba namens Gigantic ebenso angekündigt wie das Indiestudio Other Ocean Interactive für sein bereits erhältliches Arcadegame Idarb; vor Ort haben die Entwickler übrigens gesagt, dass die Implementierung des Cross-Plattform-Gamings nur rund eine Woche gedauert hat.


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