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Microsoft IVAS: 2023 wird das Hololens-Headset der US Army im Feld getestet

Nach einigen Problemen testen 10.000 Soldaten das Mixed-Reality-Headset in Einsätzen. Ivas soll den Kampfwert Einzelner deutlich steigern.
/ Oliver Nickel
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Ivas ist die militärische Version der Microsoft Hololens. (Bild: US Army)
Ivas ist die militärische Version der Microsoft Hololens. Bild: US Army

Im Jahr 2023 soll die US Army erste reale Feldtests mit Microsofts Ivas-Systemen durchführen. 5.000 Ivas 1.0 und 5.000 Ivas 1.1 werden an die Truppen verteilt. Welche Missionen die Hardware überstehen muss, wird aktuell nicht verraten, berichtet das Militärmagazin Army Times(öffnet im neuen Fenster) . Das Integrated Visual Augmentation System (Ivas) ist eine modifizierte Hololens, die taktische und strategische Daten direkt in die Sicht der Soldaten projeziert.

Ursprünglich sollten erste Praxistests der Hardware schon 2021 durchgeführt werden. Allerdings haben interne Untersuchungen ergeben , dass Ivas noch mit Problemen zu kämpfen hat. Unter anderem sollen in 80 Prozent der Fälle Übelkeitsgefühle aufkommen. Das Sichtfeld sei zudem teilweise zu gering und die Hardware zu einschränkend. Ersteres ist auch ein Problem der zivilen Version von Microsofts Mixed-Reality-Brille.

Nachtsicht, Zielhilfe, strategische Karte

Microsoft hat bereits eine neue Version der Ivas in Zusammenarbeit mit der US Army entwickelt, welche die meisten Fehler und Makel verbessern soll. Unter anderem soll sie zudem eine verbesserte Nachtsicht und mehr Mixed-Reality-Features liefern. Ein Feldtest könnte also auch die Vorteile der 1.1-Version gegenüber dem ursprünglichen 1.0-Modell aufzeigen.

Microsoft Hololens 2 – Hands on (MWC 2019)
Microsoft Hololens 2 – Hands on (MWC 2019) (01:15)

Ivas soll die Effizienz einzelner Soldaten deutlich steigern. Das System zeigt strategische Karten und Truppenbewegungen auf einer Karte an, soll für die Drohnensteuerung eingesetzt werden und dient als Nachtsichtgerät, Thermalsichtgerät und Zielhilfe. Das Headset selbst wird am Helm getragen, während die Recheneinheit und ein Akkupack am Körper befestigt und über ein Kabel mit der MR-Brille verbunden sind.

Das Gewicht für ein solches System kommt zusätzlich zu anderer Ausrüstung, Schusswaffe, Munition und Schutzweste. Die theoretischen Vorteile scheinen der US Army es aber wert zu sein, das Projekt nun in der Praxis zu testen. Dann wird sich zeigen, ob die Hardware auch Dreck, Staub, Wasser und andere harsche Bedingungen aushält.


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