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Microsoft: In der Data Box erreichen Daten die Azure-Cloud per Post

Microsoft erweitert sein Data-Box-Angebot um eine SSD und einen 1-Petabyte-Kasten. Kunden können auf den Datenträgern ihre Dateien speichern, verschlüsseln und per Post an Microsoft senden. Zwei weitere Systeme bringen die Datenmigration in die Cloud auch online voran.

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Achtung, sensible Daten in der Azure-Box!
Achtung, sensible Daten in der Azure-Box! (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de/CC0 1.0)

Microsoft stellt neue Produkte seiner Azure Data Box vor. Wie der Name vermuten lässt, können Kunden auf dieser Hardware ihre Daten speichern und diese in Microsofts Cloud-Umgebung hochladen - ohne Netzwerkanbindung. Die Datenboxen werden in diesem Fall per Lieferdienst direkt an Microsoft geschickt. Neu sind neben der bereits existierenden herkömmlichen Databox die Databox Disk, die Data Box Heavy, die Data Box Edge und das Data Box Gateway.

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Im Gegensatz zur normalen Box werden auf der Data Box Disk gespeicherte Informationen nur mit 128 Bit verschlüsselt. Das gilt trotzdem noch als sicher. Die Data Box Disks werden im Viererpack bereitgestellt. Kunden können auf den 2,5-Zoll-8-TByte-SSDs also bis zu 40 TByte an Daten speichern. Die Daten können bei Microsoft auf nur einen Storage-Account kopiert werden.

Wesentlich mehr Platz hat die Data Box Heavy für bis zu zehn Storage-Konten. Darauf lassen sich bis zu 800 Terabyte an Dateien speichern. Per SMB- oder NFS-Protokoll übertragen Kunden ihre Daten auf den Speicher. Das System nutzt eine AES-256-Bit-Verschlüsselung. Statt über SATA wird die große Box an einen 10-GBit/s-Ethernet-Port oder vier 40-GBit/s-QSFP+-Buchsen angeschlossen.

Online-Speicher möglich

Neben der Offline-Migration liefert Microsoft zwei verschiedene Online-Varianten. Die Data Box Edge ist im Prinzip ein 1-HE-Storage-Server, der in ein Server Rack passt und sich mit der Azure-Cloud verbindet. Das System nutzt für die Datenübertragung ebenfalls SMB und NFS, hat zwei Zehnkern-CPUs und 64 GByte Arbeitsspeicher. In das System passen 12 TByte NVMe-Speicher. Der Server überträgt auf ihm gespeicherte Daten direkt in die Azure-Cloud. Damit ist das System zwar vom Netzwerk abhängig, es liegt aber trotzdem noch eine physikalische Trennung zwischen dem On-Premise-Netzwerk und Microsofts Cloud vor, was viele Kunden sicherlich voraussetzen.

Das Data Box Gateway realisiert diesen Zweck durch eine virtuelle Maschine, die innerhalb von Hyper-V oder VMware gehostet werden kann. Es fungiert also als eine Art Storage Gateway zwischen dem Kunden und der Azure-Cloud. Auf beiden Systemen bietet Microsoft die Datenanalyse durch Machine-Learning-Software an.

Um eines der Data-Box-Angebote wahrnehmen zu können, benötigen Kunden einen Azure-Account. Die Data Box Disk kostet 21 Euro einmalig und 4,20 Euro pro gemietetem Tag. Die Lieferkosten betragen 25,30 Euro. Die Data Box Heavy kostet für 20 Tage 1.680 Euro, jeder weitere Tag kostet 42 Euro. Die Lieferkosten sind mit 1.265 Euro entsprechend hoch. Das virtualisierte Data Box Gateway kostet 106 Euro im Monat. Der Preis des Databox Gateway steht noch nicht fest.



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