Microsoft: Hyper-V bekommt Schnellassistenten und Speicherfragmente

Mit einer Quick-Create-Funktion und einer besseren Speicherverwaltung will Microsoft die Virtualisierungssoftware Hyper-V nutzerfreundlicher und effizienter machen - und verzichtet dafür sogar auf virtuelle Speicherreserven.

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Microsoft-Insider-Programm
Microsoft-Insider-Programm (Bild: Microsoft)

Mit dem Update-Build 15002 für die Virtualisierungssoftware Hyper-V führt Microsoft neue Funktionen ein. Zum einen soll es in Zukunft eine Schnellstartfunktion für virtuelle Maschinen, genannt Quick Create, geben. Zum anderen kommt eine Funktion hinzu, die zugewiesenen, aber ungenutzten Arbeitsspeicher (RAM) laufender Programme auf einer virtuellen Maschine (VM) an andere Dienste oder Programme verteilen kann. Damit soll eine bessere Ressourcennutzung von Hardware erreicht werden. Alle Funktionen werden bisher nur Windows-Insidern präsentiert.

  • Der neue Hyper-V Quick-Create-Assistent (Bild: Microsoft)
Der neue Hyper-V Quick-Create-Assistent (Bild: Microsoft)

Expressinstallation von virtuellen Maschinen

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Bei der Quick-Create-Funktion handelt es sich um einen Assistenten, der das Erstellen von virtuellen Maschinen in wenigen Schritten ermöglichen soll. Dazu sind die wichtigsten Informationen in einem Fenster zusammengefasst. Der Nutzer benennt erst die virtuelle Maschine und wählt anschließend eine Installationsdatei aus, typischerweise ein Image im Format .ISO, .vhd oder .vhdx.

Wichtig ist laut Microsoft auch das Erstellen eines Netzwerkadapters für die Verbindung der VM mit dem Internet. Daher ist diese Funktion als dritte und letzte in den Schnellassistenten integriert. Sämtliche benötigte Hardware-Ressourcen wie Arbeitsspeicher, Prozessorkerne oder Festplattenspeicher werden vom Programm selbstständig ausgewählt und konfiguriert.

Microsoft betont, dass der Quick-Create-Assistent keine bereits existierenden Funktionen ersetzen wird. Auch ist er bisher eine Vorabversion des finalen Produkts und unterliegt daher wohl noch einigen Änderungen.

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Eine weitere Neuerung kommt in Form einer optimierten Speichernutzung. Dazu teilt Hyper-V den zur Verfügung gestellten Arbeitsspeicher in kleinere Fragmente auf, die dynamisch auf Dienste verteilt werden sollen, die diesen benötigen. Gleichzeitig soll von Programmen nicht genutzter, aber reservierter RAM für das System nutzbar gemacht werden. Zusätzlich kann Hyper-V auf die sogenannte Root Memory Reserve, einen für das System reservierten Speicherplatz, verzichten. Diese nutzt je nach Größe des RAM mehrere Gigabyte und kann daher nicht von der VM verwendet werden.

Mit all diesen Maßnahmen will Microsoft die Speichernutzung von Hyper-V optimieren. In der Praxis soll dies vor allem beim Nutzen paralleler Anwendungen nützlich sein. So profitiert ein virtualisiertes Windows 10 mit vielen geöffneten Programmen mehr von der dynamischen Speicherallokation als ein virtueller Server mit nur einem prominenten Zweck - zum Beispiel File-Server oder DNS-Server.

Feedback der Insider ist erwünscht

Microsoft testet momentan alle neuen Funktionen ausschließlich innerhalb des Insider-Programms. Der Konzern betont dabei, dass die Version 15002 noch stetigen Änderungen unterliegt und nicht final ist. Für Verbesserungsvorschläge oder Bug-Reports ist das Microsoft-Team offen, denn in Zusammenarbeit mit den Nutzern sollen die neuen Funktionen schnellstmöglich final gemacht werden. Ein Erscheinungstermin der neuen Hyper-V-Software ist jedoch noch nicht abzusehen.

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