Microsoft: Hintertür für Flash und andere Browser-Plugins
Microsoft folgt dem Vorbild von Apple und verbannt bei seinem neuen Metro-UI, das besonders für Tablets geeignet ist, sämtliche Browser-Plugins. Der Internet Explorer 10, der fester Bestandteil des Metro-UI ist, wird in seiner Metro-Version keine Plugins unterstützen, das ist seit einiger Zeit klar. Das verbessere die Akkulaufzeit, Sicherheit, Verlässlichkeit und den Datenschutz bei diesen Geräten, erklärte Microsoft.
Das Unternehmen hat sogar Websitebetreiber, deren Inhalte Plugins erfordern, angeschrieben, um auf die Inkompatibilität ihrer Websites mit Windows 8 hinzuweisen. Wohlgemerkt, in der Desktopversion des Internet Explorer 10 werden wie gehabt Plugins unterstützt.
Doch auch wenn immer mehr Websites ohne Plugins auskommen, will Microsoft sicherstellen(öffnet im neuen Fenster) , dass Webseiten, die diese benötigen, unter Windows 8 dennoch funktionieren – anders als auf Apples iPhone und iPad. So können Nutzer eine in der Metro-Version des Internet Explorer 10 geöffnete Website in der Desktopversion des Browsers öffnen. Die mit dem Browser ausgelieferte Compatibility-View-Liste beweist das.
Auch Websites können die Darstellung in der Desktopversion des IE10 anfordern, wollen sie die Plugins einsetzen. Darauf weist Microsoft-Entwickler John Hrvatin in einem Blogeintrag(öffnet im neuen Fenster) hin. Dazu muss entweder im HTTP-Header die Angabe "X-UA-Compatible: requiresActiveX=true" mitgesendet oder ein entsprechendes Meta-Tag gesetzt werden. Ruft ein Nutzer eine solche Website in der Metrooberfläche auf, wird er gebeten, in die Desktopversion des IE10 zu wechseln, was mit einem Klick möglich ist.
Microsoft will so den Übergang zu einem Plugin-freien Web vereinfachen, macht aber zugleich deutlich, dass die meisten Plugins nicht für kleine Displays und die Bedienung ohne Maus ausgelegt sind. Der Rückfall auf den alten Windows-Desktop sei daher nur eine Notlösung, schließlich würden Nutzer und Entwickler von einem Umstieg profitieren.
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