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Microsoft gesteht: Updatepanne verhindert Drucke und PDF-Exporte

Einige Windows-Apps können bestimmte Dokumente seit Tagen nicht mehr drucken oder als PDF/XPS-Datei exportieren. Microsoft arbeitet an einer Lösung.
/ Marc Stöckel
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Microsofts August-Updates machen Probleme beim Drucken von Dokumenten. (Bild: pixabay.com / WangXuefei)
Microsofts August-Updates machen Probleme beim Drucken von Dokumenten. Bild: pixabay.com / WangXuefei

Einige Windows-Nutzer haben seit dem August-Patchday offenbar Probleme beim Drucken oder dem Exportieren von PDF- oder XPS-Dateien aus bestimmten Anwendungen. Auslöser dafür ist ein Update für das .Net Framework, wie Microsoft in den zugehörigen Supportbeiträgen(öffnet im neuen Fenster) bestätigt. Eine Lösung gibt es bisher nicht, sehr wohl aber einen Workaround, den Entwickler in betroffene Anwendungen aufnehmen können.

Betroffen sind Nutzer, die das am 11. August veröffentlichte Update für das .Net Framework 3.5 und 4.8.1 installiert haben (beispielsweise KB5120709(öffnet im neuen Fenster) für Windows 10 oder KB5120708(öffnet im neuen Fenster) für Windows 11 25H2). Damit hat Microsoft nach eigenen Angaben neue Sicherheitsmechanismen implementiert, die bei einigen Nutzern zu den genannten Problemen führen.

Laut Microsoft machen sich die Probleme in WPF(öffnet im neuen Fenster)-Anwendungen bemerkbar. Versuchen Anwender, daraus etwas zu drucken oder PDF- oder XPS-Inhalte mit bestimmten Schriftarten wie Calibri zu generieren, so kann ein Fehler (System.IO.FileFormatException) auftreten, der die Ausführung der gewünschten Aktion verhindert. Wie viele Nutzer das Problem betrifft, ist allerdings unklar.

Fix in Arbeit, Workaround hilft temporär

Den Angaben zufolge gibt es bisher keine Korrektur, die die Ursache des Fehlers beseitigt. Laut Microsoft wird der Fehler derzeit noch untersucht. Anwendungsentwickler können das Problem aber wohl vorerst umgehen, indem sie im "AppContext" ihrer Anwendung ein bestimmtes Flag auf den Wert "true" setzen. Das soll beispielhaft wie folgt aussehen:


<configuration>
  <runtime>
    <AppContextSwitchOverrides
      value="Switch.MS.Internal.TtfDelta.DisableCmapAndSbitOverflowProtection=true"/>
  </runtime>
</configuration>

Damit wird laut Microsoft jener Sicherheitsmechanismus deaktiviert, der den Fehler auslöst. Der Konzern empfiehlt jedoch, den Workaround nur als temporäre Maßnahme einzusetzen, da er eine mit dem August-Update behobene Sicherheitslücke wieder ausnutzbar macht.

Neben den Problemen beim Drucken und der Erzeugung von PDF/XPS-Dateien hatten die von Microsoft zum August-Patchday veröffentlichten Updates auch noch andere Probleme zur Folge. Vor allem bei Spielern lösen die jüngsten Windows-Updates unter anderem Abstürze und Bluescreens aus. Microsoft führte dies aber kürzlich auf Beleuchtungssoftware von Drittanbietern zurück.

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