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Microsoft gesteht: Kernfunktionen von Windows 11 seit Monaten kaputt

Seit dem Juli- Patchday haben einige Anwender Probleme mit zentralen Windows-11 -Funktionen wie dem Startmenü, der Taskleiste und dem Explorer.
/ Marc Stöckel
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Microsoft merkt nach Monaten, dass zentrale Windows-11-Funktionen Probleme machen. (Bild: pixabay.com / max-i-m)
Microsoft merkt nach Monaten, dass zentrale Windows-11-Funktionen Probleme machen. Bild: pixabay.com / max-i-m

Einige Anwender haben seit dem Juli-Patchday offenbar teils weitreichende Probleme bei der Nutzung von Windows 11. Wie Microsoft in einem neuen Supportbeitrag(öffnet im neuen Fenster) bestätigt, sind davon wichtige Kernfunktionen des Betriebssystems betroffen – darunter der Explorer, die Suche, die Taskleiste und das Startmenü. Einen Fix gibt es noch nicht. Anwender können sich aber mit einem Workaround behelfen.

Die Ursache der Probleme liegt den Angaben zufolge im Juli-Update für Windows 11 24H2 ( KB5062553(öffnet im neuen Fenster) ). Wer dieses oder eines der danach veröffentlichten Updates installiert, bekommt laut Microsoft gegebenenfalls "Schwierigkeiten" mit Anwendungen wie dem Startmenü, der Suche, den Systemeinstellungen, der Taskleiste oder dem Explorer.

Betroffene Systemkomponenten können den Angaben zufolge in einigen Fällen abstürzen oder sich weigern, überhaupt zu starten. Manchmal erhalten Anwender daraufhin Fehlermeldungen. Manchmal treten die Probleme laut Microsoft aber auch im Hintergrund auf, so dass die jeweiligen Fehler aus Nutzersicht schwer nachvollziehbar bleiben.

Fix in Arbeit, Workaround verfügbar

Microsoft hat die Ursache für die genannten Probleme nach eigenen Angaben identifiziert. Demnach sind die betroffenen Anwendungen von XAML-Paketen abhängig, die nach der Installation des Juli-Updates nicht rechtzeitig registriert werden. Bei regulären Windows-11-Installationen treten die Probleme wohl nur nach der ersten Benutzeranmeldung auf, die auf die Update-Installation folgt.

Schwerwiegender sind die genannten Probleme hingegen für nichtpersistente Windows-11-Systeme, wie sie etwa in virtuellen Desktopinfrastrukturen(öffnet im neuen Fenster) (VDI) von Organisationen häufig vorzufinden sind.

Microsoft versichert, an einer Lösung zu arbeiten und diese zu einem späteren Zeitpunkt zu kommunizieren. Bis dahin können sich Administratoren mit einem Workaround behelfen, der in Microsofts Supportmeldung(öffnet im neuen Fenster) beschrieben wird. Dieser umfasst eine manuelle Registrierung der fehlenden Pakete durch Powershell-Befehle, die etwa per Log-on-Skript bei jeder Anmeldung automatisch ausgeführt werden können.


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