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Nokia-Fabrik: Wer geht, bekommt 100-Euro-Smartphone geschenkt

Microsoft will die von der aktuellen Entlassungswelle betroffenen Nokia -Arbeiter einer chinesischen Fabrik mit Geschenken besänftigen: Täglich wird an bis zu 300 Arbeiter je ein Lumia 630 verschenkt, wenn diese freiwillig gehen.
/ Tobias Költzsch
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Nokia entlässt in Peking 4.700 Fabrikarbeiter. (Bild: AFP/Getty Images)
Nokia entlässt in Peking 4.700 Fabrikarbeiter. Bild: AFP/Getty Images

In einer Nokia-Fabrik und einem Entwicklungszentrum in Peking sollen im Zuge der Entlassungen bei Microsoft insgesamt 4.700 von 5.000 Arbeiter ihren Job verlieren. Angeblich versucht Microsoft, durch ein Geschenk die Gemüter zu beruhigen und weiteren Unmut zu verhindern.

100-Euro-Smartphone als Entschädigung

Wie das Marketwatch-Blog(öffnet im neuen Fenster) des Wall Street Journals schreibt, soll Microsoft jeden Tag bis zu 300 Arbeitern ein Lumia-630-Smartphone anbieten, wenn sie freiwillig kündigen und in ein "Abschiedspaket" einwilligen. Ob und wie viel Geld dieses Paket umfasst, wurde bisher noch nicht offiziell bekannt gegeben. Dabei gehe es nach dem Prinzip "Wer zuerst kommt, malt zuerst". Die Informationen sollen aus einer internen E-Mail stammen.

Mit dem Geschenk könnte Microsoft versuchen, die Fabrikarbeiter zusätzlich zu beruhigen. Allerdings ist das Lumia 630 auch in China kein besonders teures Smartphone: Umgerechnet soll es im Onlinehandel nur um die 100 Euro kosten. Zudem erhalten nur Arbeiter das Abschiedspaket mit Smartphone, die bereit sind, freiwillig zu gehen.

Microsoft entlässt 15 Prozent seiner Angestellten

Microsoft-Chef Satya Nadella hatte im Juli 2014 angekündigt , insgesamt 18.000 Beschäftigte im Zuge einer großangelegten Umstrukturierung zu entlassen – das sind ca. 15 Prozent aller Microsoft-Angestellten. 12.500 der Entlassungen betreffen von Nokia übernommene IT-Professionals und Fabrikarbeiter. Die Entlassungen wurden zwar erwartet , die Höhe hat allerdings überrascht. Finnlands Finanzminister Antti Rinne hatte im Nachgang davon gesprochen, dass Finnland von Microsoft betrogen worden sei.

Laut Marketwatch gibt es noch keine Stellungnahme seitens Microsoft China zu den Ausgleichs-Smartphones für die chinesischen Arbeiter. Wie viele der Arbeiter die Möglichkeit des freiwilligen Ausscheidens genutzt haben, ist unbekannt.


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