Abo
  • Services:

Microsoft: Frankreichs Datenschützer kritisieren Windows 10

Die französische Datenschutzbehörde CNIL äußert Kritik an Windows 10. Das Nutzerverhalten würde von Microsoft zu intensiv überwacht und auch bei der Sicherheit gebe es Probleme. Microsoft wird aufgefordert, das bisherige Verhalten zu ändern.

Artikel veröffentlicht am ,
Frankreich will gegen Microsofts Windows 10 vorgehen.
Frankreich will gegen Microsofts Windows 10 vorgehen. (Bild: CNIL)

Zu viele Daten würden gesammelt und mit der Sicherheit hapere es auch, meint die französische Datenschutzbehörde CNIL, wenn es um Windows 10 geht. Die Behörde hat ein Dokument veröffentlicht, in dem die Kritik an Microsofts aktuellem Betriebssystem zusammengefasst ist. Darin wird Microsoft aufgefordert, alle Kritikpunkte in den kommenden drei Monaten abzustellen und sich an die französischen Datenschutzgesetze zu halten. Ansonsten könnten Sanktionen ausgesprochen werden. Welche das sein könnten, ist noch offen.

Windows 10 sammelt zu viele Daten

Stellenmarkt
  1. Bertrandt Services GmbH, Nürnberg
  2. PSI Logistics GmbH, Dortmund, Aschaffenburg

Nach Ansicht der CNIL sammelt Windows 10 zu viele Daten seiner Nutzer, die zudem nicht notwendig seien. Microsoft würde Informationen darüber sammeln, welche Apps wie lange und wie oft benutzt werden. Diese Daten sind nach Ansicht der Datenschützer nicht notwendig, damit das Betriebssystem ordnungsgemäß funktioniert. Die Datenschützer bezeichnen die Datensammlung als "exzessiv".

Als weiteres Problem sehen die Datenschützer das Anlegen von Werbe-Cookies, ohne dass die Nutzer informiert werden oder die Möglichkeit hätten, dem zu widersprechen. Auch mit dem Anlegen der Werbe-ID sind sie nicht einverstanden. Diese wird standardmäßig bei der Installation von Windows 10 angelegt und dient dazu, das Browser-Verhalten des Nutzers zu protokollieren, um ihm personalisierte Werbung liefern zu können.

Vierstellige PIN ist zu unsicher

Als Sicherheitsrisiko stufen die Datenschützer die vierstellige PIN ein, die zur Authentifizierung und zum Zugriff auf Microsofts Online-Dienste genutzt werden kann. Dabei wird kritisiert, dass es keine Limitierung gebe, falls die PIN falsch eingegeben werde. Dadurch würde es Angreifern erleichtert, sich unbefugt Zugang zu einem fremden System zu verschaffen, indem sie so lange probieren können, bis sie die richtige PIN gefunden haben. Besonders bei PIN-Abfragen sind oftmals nur drei Versuche erlaubt, dann ist erstmal kein Zugang möglich.

Zudem bemängeln die Datenschützer, dass sich Microsoft nicht an das Urteil des Europäischen Gerichtshofs zum Safe-Harbour-Abkommen halte, das Anfang Oktober 2015 gefällt wurde. Microsoft würde weiterhin ungesetzlich Daten aus der EU in die USA übertragen.

Noch keine Entscheidung zu Sanktionen

Mit der Veröffentlichung des Dokuments will die französische Datenschutzbehörde erreichen, dass Microsoft innerhalb der gesetzten Frist einlenkt und sich künftig an die betreffenden Datenschutzgesetze hält. Wie es weitergeht, falls Microsoft der Forderung nicht nachkommt, wird erst entschieden, wenn die Frist verstrichen ist und nichts passiert sein sollte.

Microsoft wolle in den kommenden Monaten eng mit der CNIL zusammenarbeiten, um deren Kritik nachzuvollziehen und darauf reagieren zu können, verspricht David Heiner, Vice President und Deputy General Counsel bei Microsoft, laut einem Reuters-Bericht.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 54,99€ statt 99,98€
  2. (Neuware für kurze Zeit zum Sonderpreis bei Mindfactory)
  3. 1.099€
  4. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Cyber 28. Jul 2016

Vom Prinzip der Datensparsamkeit scheint MS wohl noch nie was gehört zu haben, wenn man...

Ach 24. Jul 2016

Meinung zu was? Von Anfang an bis jetzt steht deine Meinung zur tatsächlichen Topic...

Vielfalt 23. Jul 2016

Hab die in Frankreich ein anderes Windows oder sind die einfach zu Dumm um ein...

mrgenie 22. Jul 2016

Das vorgeschlagene die Zahl der VErsuche auf 3 zu begrenzen, ist gerade ein Streitpunkt...

mrgenie 22. Jul 2016

"welche Apps wie lange und wie oft benutzt werden. Diese Daten sind nach Ansicht der...


Folgen Sie uns
       


Byton K-Byte - Bericht

Byton stellt in China den K-Byte vor.

Byton K-Byte - Bericht Video aufrufen
Jurassic World Evolution im Test: Das Leben findet einen Weg
Jurassic World Evolution im Test
Das Leben findet einen Weg

Ian Malcolm hatte recht: Das Leben wird ausgegraben und gebrütet, es frisst und stirbt oder es bricht aus und macht Jagd auf die Besucher. Nur leider haben die Entwickler von Jurassic World Evolution ein paar kleine Design-Fehler begangen, so wie Henry Wu bei der Dino-DNA.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Vampyr im Test Zwischen Dracula und Doktor
  2. Fe im Test Fuchs im Farbenrausch
  3. Thaumistry: In Charm's Way im Test Text-Adventure der ganz alten Schule

3D-Druck on Demand: Wenn der Baumarkt Actionfiguren aus Stahl druckt
3D-Druck on Demand
Wenn der Baumarkt Actionfiguren aus Stahl druckt

Es gibt viele Anbieter für 3D-Druck on Demand und die Preise fallen. Golem.de hat die 3D-Druckdienste von Toom, Conrad Electronic, Sculpteo und Media Markt getestet, um neue Figuren der Big-Jim-Reihe zu erschaffen.
Ein Praxistest von Achim Sawall


    Kreuzschifffahrt: Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen
    Kreuzschifffahrt
    Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen

    Die Schifffahrtsbranche ist nicht gerade umweltfreundlich: Auf hoher See werden die Maschinen der großen Schiffe mit Schweröl befeuert, im Hafen verschmutzen Dieselabgase die Luft. Das sollen Brennstoffzellen ändern - wenigstens in der Kreuzschifffahrt.
    Von Werner Pluta

    1. Roboat MIT-Forscher drucken autonom fahrende Boote
    2. Elektromobilität Norwegen baut mehr Elektrofähren
    3. Elektromobilität Norwegische Elektrofähre ist sauber und günstig

      •  /