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Microsoft: Forbes hält Windows 10 weiterhin für eine Gefahrenzone

Nutzer des aktuellen Windows-10 -Updates 1903 könnten Probleme mit dem VPN -Dienst Rasman und dem Sandbox-Modus haben. Microsoft arbeitet an einer Lösung. Das Wirtschaftsmagazin Forbes hält die konstanten Fehler nach Updates für gefährlich. Windows 10 sei weiterhin eine Gefahrenzone.
/ Oliver Nickel
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Windows 10 ist laut Forbes gefährlich. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de)
Windows 10 ist laut Forbes gefährlich. Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de / CC0 1.0

Das aktuelle Mai-Update 1903 für Windows 10 hat einige Schwierigkeiten. Das gibt Microsoft in einem aktualisierten Support-Beitrag(öffnet im neuen Fenster) bekannt und wird dafür einmal mehr kritisiert. Zum einen kann es passieren, dass der Sandbox-Modus nicht startet und stattdessen einen Fehler ausgibt. Dies passiert immer dann, wenn die Systemsprache des Betriebssystems während des Update-Prozesses geändert wurde. Außerdem funktioniert Microsofts Remote Access Connection Manager (Rasman) nicht richtig bei einigen Nutzern, die das Sammeln von Diagnosedaten manuell auf den Wert Null gesetzt haben.

Das Wirtschaftsmagazin Forbes hält diese Fehler für ein Indiz(öffnet im neuen Fenster) , dass Windows 10 noch immer nicht vertrauenswürdig ist. "Windows 10 bleibt eine Gefahrenzone", schreibt Autor Gordon Kelly in seinem Artikel. Dabei sei Microsoft bezüglich der Funktionsweise von wichtigen Diensten absichtlich irreführend. Als Beispiel nennt er den fehlerhaften Rasman-Dienst.

50 Millionen Nutzer potenziell betroffen

50 Millionen Windows-10-Nutzer mit installiertem Mai-Update sollen davon betroffen sein. Diesen Wert leitet Kelly aus einem Bericht des Unternehmens Adduplex ab, laut dem 6,3 Prozent aller Windows-Nutzer die aktuelle Version 1903 installiert haben. Aus einer Gesamtsumme von 800 Millionen installierten Windows-Betriebssystemen – Microsofts Angabe vom Anfang des Jahres 2019 – sind das 50,4 Millionen Nutzer.

Microsoft arbeitet derzeit an einem Fix, der sowohl den Sandbox-Bug als auch die VPN-Probleme beheben soll. Zumindest für letzteren Fehler gibt es auch einen Workaround: Dazu muss der Registryeintrag Allowtelemetry im Verzeichnis "HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\DataCollection" au 1, 2 oder 3 gesetzt werden. Das aktiviert allerdings auch das Sammeln von Diagnosedaten auf dem Gerät. Alternativ müssen betroffene Nutzer sich noch etwas gedulden. Microsoft will die Probleme bis Ende Juli 2019 gelöst haben.


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