Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Microsoft: EU meldet offiziell Bedenken wegen Übernahme von Activision

Es gibt Widerstand gegen die Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft . Nur vier Länder haben dem Deal bislang eine Freigabe erteilt.
/ Peter Steinlechner
31 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Blizzard auf der Chinajoy 2021 in Shanghai (Bild: -/CNS/AFP via Getty Images)
Blizzard auf der Chinajoy 2021 in Shanghai Bild: -/CNS/AFP via Getty Images

Die EU-Kommission will in den kommenden Tagen offiziell eine kartellrechtliche Warnung (Statement of Objections) gegen die Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft aussprechen. Das meldete die Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) am 16. Januar 2023 mit Bezug auf Insider.

Noch liegen keine Informationen über den Inhalt der geplanten Warnung vor. Vermutlich stört sich die EU-Kommission unter anderem daran, dass Microsoft nach der Übernahme mit Call of Duty einen Systemseller im Portfolio hat, wodurch der Wettbewerb im Spielemarkt langfristig eingeschränkt werden könnte.

Auch in den USA regt sich Widerstand gegen die Akquisition. Die für den Fall zuständige Federal Trade Commission (FTC) kündigte an, vor einem Gericht gegen den Deal zu klagen.

Bislang segneten nur vier Länder die Übernahme ohne Einschränkungen ab: Saudi-Arabien, Serbien, Brasilien und Chile. Entscheidend ist aber die Freigabe durch die USA und durch Europa.

Microsoft: Übernahme bis Mitte 2023 abschließen

Nach Angaben von Reuters habe Microsoft versucht, durch Zugeständnisse an die EU die offizielle kartellrechtliche Warnung zu verhindern. Die Kartellwächter hätten aber auf dem Dokument bestanden. Hinter den Kulissen werde weiterverhandelt.

Microsoft kündigte im Januar 2022 an, Activision Blizzard für rund 68,7 Milliarden US-Dollar kaufen zu wollen. Auch das Management von Activision Blizzard ist für die Übernahme.

Microsoft erklärte in der Vergangenheit mehrfach, die Transaktion bis Mitte 2023 abschließen zu wollen. Firmen wie Sony, Nvidia und Google äußerten offiziell Widerspruch.


Relevante Themen