Microsoft: Erneute Bedenken bezüglich des Activision-Blizzard-Deals

Ursprünglich hatte die US-amerikanische Handelsbehörde FTC dem Kauf von Activision Blizzard durch Microsoft zugestimmt. Allerdings scheint es diesbezüglich erneute Bedenken zu geben. "Wir glauben noch immer, dass dieser Deal eine Bedrohung für den Wettbewerb ist" , sagte die Behörde dem Magazin The Register(öffnet im neuen Fenster) .
Der Kauf würde Microsoft großen Spielraum im stetig wachsenden und sehr lukrativen Spielemarkt einräumen. Vor allem Activision ist für die FTC ein Problem. Der Konzern entwickle und verkaufe einige der größten Titel auf dem Markt. Activision hält unter anderem die Markenrechte an Call of Duty und bringt jährlich neue Call-of-Duty-Teile heraus. Aber auch Blizzard ist mit Titeln wie World of Warcraft recht erfolgreich.
Britische Behörde steht Deal nicht im Weg
Die Bedenken seitens der FTC sind ein Rückschlag für Microsoft, da die Behörde dem Deal eigentlich bereits zugestimmt hatte. Nachdem auch die britische Marktaufsicht CMA zufriedengestellt(öffnet im neuen Fenster) war, sah es für die Übernahme gut aus. Dabei will Microsoft einige Kompromisse eingehen. Unter anderem sollen die Cloud-Gaming-Rechte in Europa an den französischen Konzern Ubisoft lizenziert werden.
"Unser Ziel ist es, mehr Spiele zu mehr Menschen zu bringen, neue Wege für Spielkäufe zu eröffnen und Entwicklern mehr Möglichkeiten zu bieten, ihre Kunden zu erreichen" , schreibt Microsoft-Vice-President Brad Smith in einem Blog-Post zum Thema.
Der Konzern will die Übernahme von Activision Blizzard weiterhin wie geplant bis zum 18. Oktober 2023 sicherstellen. Der Deal ist aktuell mit etwa 69 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Zum Vergleich: Der Kauf von Zenimax und Bethesda betrug im Jahr 2020 7,5 Milliarden US-Dollar.



