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Microsoft: Epic Fail und Epic Moment im Video-Upload

Pins, Home und Store: Diese drei Hauptmenüs dürften bald fester Bestandteil des Alltags von Xbox-One -Besitzern sein. Microsoft hat das Dashboard der neuen Konsole ausführlich vorgestellt und auch über die Kompatibilität von Apps mit der Windows-Plattform gesprochen.
/ Peter Steinlechner
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Xbox-One-Spieler (Bild: Microsoft)
Xbox-One-Spieler Bild: Microsoft

Wer in Call of Duty eine Partie Deathmatch gewonnen oder in Forza 5 eine neue Bestzeit aufgestellt hat, kann derartige Momente auf der Xbox One im Video festhalten. Microsoft hat bei einer Veranstaltung erstmals einen ausführlichen Blick auf das Dashboard und die generelle Bedienung der Konsole zugelassen. Um die Aufnahme zu starten, genügt bei angeschlossener Kinect der Sprachbefehl "Xbox, record that". Die letzten fünf Minuten befinden sich immer im Videopuffer, so dass der Nutzer auch nachträglich Zugriff auf besondere Augenblicke hat.

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Die kann er dann direkt im sogenannten Upload-Studio schneiden oder per Bild-im-Bild-Funktion mit Kameraaufnahmen der Kinect von sich auf dem Sofa zusammenstellen. Dazu kommen dann noch Tags, etwa "Epic Moment" oder "Epic Fail", mit denen Spieler die Daten auf Xbox Live in unterschiedliche Kategorien einsortieren können.

Rund 70 Prozent des App-Quellcodes sind gleich

Bei der Veranstaltung hat sich Microsoft auch zur Kompatibilität von Apps zwischen Windows, Windows Phone und eben der Xbox One geäußert. In der Vergangenheit hatte es Spekulationen gegeben, dass Apps direkt auf allen Plattformen laufen. Auf Anfrage von Golem.de hat ein Microsoft-Mitarbeiter gesagt, dass rund 70 Prozent des Quellcodes einer App von einer der anderen Plattformen übernommen werden könnten, der Rest müsse dann aber speziell für die Konsole geschrieben werden.

Eine Reihe von Apps steht gleich zum Start der Konsole zur Verfügung, etwa Xbox Video, Machinima, Eurosport und Sky. Nach und nach sollen dann weitere Anwendungen folgen. Der Steaming-Anbieter Watchever wird seine App voraussichtlich erst im März 2014 fertigstellen.

Aufgeräumtes Hauptmenü

Das Hauptmenü des neuen Dashboards ist deutlich aufgeräumter als das der Xbox 360. Auf der One sind alle Funktionen auf nur noch drei Reiter verteilt: Links befindet sich unter "Pins" eine Übersicht mit Anwendungen, die der Nutzer selbst anbringt – etwa seine Lieblingsspiele oder seine Freundesliste. In der Mitte ist die Zentrale "Home", mit unter anderem dem gerade aktuellen Spiel, und rechts befindet sich der "Store", in dem es unter anderem natürlich Games zu kaufen gibt.

Bedienung per Gamepad, Geste oder Sprache

Die Bedienung erfolgt per Controller, mit Gesten oder Spracheingabe – was bei den Präsentationen einen deutlich besseren Eindruck als mit der aktuellen Kinect hinterlassen hat. Wie das Ganze unter Wohnzimmerbedingungen mit einer Vielzahl an Geräuschquellen funktioniert, dürften erst Tests zeigen.

Plaudern beim TV-Gucken

Microsoft will die Xbox One auch als zentrale Schnittstelle für den Fernseher verstanden wissen. Zumindest in Deutschland sollen die Funktionen aber erst später zur Verfügung stehen. TV-Signale kommen ausschließlich per HDMI-In in die Konsole, alte Antennenkabel etwa lassen sich nicht anschließen. Hierzulande kann der Nutzer den Kanal dann aber – anders als in den USA – nicht über die Gesten- oder Sprachsteuerung der Xbox One wechseln, sondern muss wie gewohnt zur TV- oder Receiver-Fernbedienung greifen.

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Funktionen wie eine Verkleinerung des Bildausschnitts, um gleichzeitig per Videotelefonat mit Freunden über Skye das aktuelle Fernsehprogramm zu kommentieren, sollen aber trotzdem zur Verfügung stehen. Der Wechsel zwischen den Anwendungen hat bei der Präsentation einen sehr flüssigen und schnellen Eindruck gemacht, die auf der Xbox 360 üblichen langen Wartezeiten scheint es nicht zu geben.

Internet zum Start notwendig

Die Xbox One braucht nach dem Kauf einen Launch-Day-Patch, über dessen Größe keine Informationen vorliegen. Microsoft hat bei der Veranstaltung betont, dass die Konsole zum Start zwingend auf eine Breitbandverbindung angewiesen ist – das werde auch entsprechend groß auf der Verpackung kommuniziert. Anschließend funktioniert das Gerät auch im Offlinemodus, was ja schon länger bekannt ist.

Wer übrigens Mitglied des kostenpflichtigen Xbox Live Gold ist, kann mit der Konsole sportlich durchstarten: Bis Ende 2014 sollen Gold-Mitglieder eine ganze Reihe von Fitness- und Workout-Apps als Zugabe erhalten, die eng mit Kinect zusammenarbeiten, etwa zur Erfassung der Herzfrequenz per Kamera. Die Xbox One erscheint offiziell am 22. November 2013 für rund 500 Euro.


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