Microsoft: DirectStorage kommt für Windows 10

Von Playstation 5 und Xbox Series X zum PC: Mit DirectStorage werden sehr schnelle NVMe-SSDs in Spielen besser genutzt.

Artikel veröffentlicht am ,
RTX I/O unterstützt DirectStorage.
RTX I/O unterstützt DirectStorage. (Bild: Nvidia)

Microsoft hat DirectStorage für Windows 10 angekündigt, ursprünglich stammt diese Technik von der Xbox Series X. Wie es der Name bereits impliziert, handelt es sich bei DirectStorage um eine API-Erweiterung von DirectX. Die ist für angepasste Spiele gedacht, damit Daten von der SSD effizient und flott zur Grafikkarte gelangen.

Stellenmarkt
  1. IT Business Architect (m/w/d)
    Stadtwerke München GmbH, München
  2. Mitarbeiter (m/w/d) im 2nd-Level-Support / Anwendungsberatung
    Computer-Centrum Nord GmbH, Lübeck
Detailsuche

In den vergangenen Jahren waren Spiele darauf ausgelegt, von einer Festplatte oder gar einer Disk zu streamen. Bei der letzten Konsolengeneration lag die durchschnittliche Übertragungsrate bei nur 50 MByte/s oder weniger, etwa bei kleinen Texturkacheln. Die Playstation 5 und die Xbox Series X aber bauen auf schnelle NVMe-SSDs mit PCIe-Gen4-Anbindung, damit sind mehrere GByte/s umsetzbar.

Heutige und kommende Spiele laden ihre Daten in sehr kleinen Häppchen - das ist zwar effizient und gut für die Optik, sorgt aber für sehr viele I/O-Zugriffe. Mit einer Festplatte war das angesichts von einigen Hundert I/O-Anfragen kaum ein Problem, mit flotten NVMe-SSDs und dafür ausgelegten Games hingegen schon. Bei den 2,4 GByte/s der Xbox Series X und der Verwendung von 64-KByte-Texturkacheln sollen es typischerweise über 35.000 I/O-Zugriffe sein.

  • RTX I/O basiert auf DirectStorage. (Bild: Nvidia)
RTX I/O basiert auf DirectStorage. (Bild: Nvidia)

Ergo braucht es ein überarbeitetes I/O-System, im Falle der Xbox Series X und künftig Windows 10 ist das DirectStorage. Die Schnittstelle reduziert den I/O-Overhead für den Prozessor drastisch und soll so die Pipeline von der SSD hin zum Videospeicher der Grafikkarte optimieren. So wird die Grafikqualität signifikant besser ausfallen als ohne DirectStorage und die Ladezeiten verringern sich erheblich.

Golem Akademie
  1. Einführung in die Programmierung mit Rust: virtueller Fünf-Halbtage-Workshop
    21.–25. März 2022, Virtuell
  2. AZ-104 Microsoft Azure Administrator: virtueller Vier-Tage-Workshop
    13.–16. Dezember 2021, virtuell
Weitere IT-Trainings

Weil die Daten der SSD jedoch komprimiert sind und erst entpackt werden müssen, steigt die CPU-Last. Zumindest bei der Xbox Series X hat Microsoft hierfür spezielle Hardware-Einheiten entwickelt, so dass weniger als ein Kern belastet wird statt wie bisher mehrere Cores. Für den PC spricht Redmond hingegen generell nur davon, dass die besten Dekompressionstechniken von DirectStorage unterstützt werden.

Nvidia hat mit RTX I/O bereits angekündigt, zu DirectStorage kompatibel zu sein. Neben den neuen Geforce RTX 3000 (Ampere) werden auch die Geforce RTX 2000 (Turing) unterstützt. Hier wird eine GPU-basierte Dekompression verwendet, die von der SSD gelesenen Daten werden also gar nicht erst vom Prozessor entpackt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


schueppi 22. Apr 2021

Könnte mir vorstellen das man es nicht merkt ob eine HDD oder SSD verwendet wird bei...

schueppi 22. Apr 2021

Ich hab das System auf einer NVMe (WD SN850 - um den Spruch von Golem zu klauen: Eine der...

Rolf Schreiter 03. Sep 2020

@ms: Danke für die Info! Also bedeutet das von Natur aus keinen Extra-Schub für alte Spiele..

DebugErr 03. Sep 2020

Also nicht direkt, nur weil es um das Thema geht. Von wegen, schöne API mit Buffer...

Proctrap 02. Sep 2020

Zugriff über Browser opengl & co zum auslesen reicht doch. Write Zugriff ist da afaik...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Samsung Odyssey Neo G9 im Test
Mini-LED im Ultrawide-Format macht den Unterschied

Samsungs Odyssey Neo G9 ist riesig und durch Mini-LED auch kontraststark. Es gibt derzeit keinen besseren (und teureren) 32:9-Monitor für Gaming.
Ein Test von Oliver Nickel

Samsung Odyssey Neo G9 im Test: Mini-LED im Ultrawide-Format macht den Unterschied
Artikel
  1. Raumfahrt: Frankreich will wiederverwendbare Rakete von Arianespace
    Raumfahrt
    Frankreich will wiederverwendbare Rakete von Arianespace

    Arianespace soll eine kleine wiederverwendbare Rakete entwickeln. Das Konzept kommt zu spät, ist zu klein und wirtschaftlich wie politisch fragwürdig.
    Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  2. S-Klasse mit Level 3: Mercedes darf hochautomatisiert fahren
    S-Klasse mit Level 3
    Mercedes darf hochautomatisiert fahren

    Autonom fahren ist es noch nicht, aber Level 3 darf Mercedes nun 2022 mit dem Drive Pilot in der S-Klasse und im EQS anbieten.

  3. Verkehrssicherheit: Teslas werden zu rollender Spielkonsole und zur Gefahr
    Verkehrssicherheit
    Teslas werden zu rollender Spielkonsole und zur Gefahr

    Nach einem Software-Update können bei laufender Fahrt im Tesla drei Spiele gespielt werden. Die Verkehrssicherheitsbehörde ist entsetzt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RAM-Module und SSDs von Crucial im Angebot • Acer-Monitore zu Bestpreisen (u. a. 27" FHD 165Hz OC 199€) • Kingston PCIe-SSD 1TB 69,90€ & 2TB 174,90€ • Microsoft Flight Simulator Xbox 29,99€ • Alternate (u. a. Kingston A400 480 GB SSD 37,99€) • Release: Halo Infinite 68,99€ [Werbung]
    •  /